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Abwehr, du bist gefragt!

Wie wir unserem Immunsystem unter die Arme greifen!


Abwehr, du bist gefragt!
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© Video: Genericon

Man kann mit Recht behaupten, dass die Corona-Pandemie unser aller Leben schlagartig auf den Kopf gestellt hat. Wenngleich uns einige Maßnahmen wie das Tragen von FFP2-Masken noch auf unbestimmte Zeit begleiten werden, sollen nun – mit steigendem Impffortschritt und pünktlich zum Frühlingsbeginn – erste Schritte in Richtung Alltag gewagt werden. Das soziale Leben wird damit wieder vielfältiger. Umso wichtiger ist es jetzt, seinem Immunsystem gezielt unter die Arme zu greifen. Denn das Virus (und all seine Mutationen) ist weiterhin unter uns. Ein unbedachter Griff ins Gesicht, das kurze Husten des Gegenübers und schon sind unsere Abwehrkräfte gefragt.

Hygiene hat weiter Priorität

Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und eine leichtsinnige Ansteckung zu vermeiden, hat die Einhaltung verschärfter Hygienestandards weiterhin oberste Priorität. Wer beispielsweise in die Ellenbeuge hustet, verringert die Infektion mittels Tröpfcheninfektion, da weniger Aerosole in die Umgebung gelangt. Zudem kommt es, anders als beim Husten in die Hand, zu keiner Kontamination weiterer Flächen. Aber auch das regelmäßige Händewaschen zeigt Wirkung – vorausgesetzt, es wird gründlich gewaschen. So können bis zu 99 Prozent der Erreger beim Waschen (min. 20 Sekunden) durch die Verwendung von Seife entfernt bzw. inaktiviert werden. Kann im Freien ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden, schützt das Tragen einer FFP2-Maske, die es in geschlossenen Räumen wie im Supermarkt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln ausnahmslos zu tragen gilt.

Immunologisches Defizit

Doch 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Die dunklen Wintermonate haben aufgrund der Kombination aus mangelnder Sonnenexposition, Bewegungsdefizit sowie der meist einseitigen Ernährung an unserer Immunabwehr gezehrt. Demnach ist theoretisch sogar davon auszugehen, dass ein Anstieg des allgemeinen Infektionsrisikos die Folge ist.
Die gute Nachricht: Dem lässt sich gezielt gegensteuern. Neben allgemeinen Tipps wie das richtige Maß an Bewegung und ausgewogene Ernährung rücken diesbezüglich konkrete Vitamine zunehmend in den Fokus der Forscher.

Vielversprechendes Vitamin D

So regt beispielsweise das Vitamin D die Produktion körpereigener Abwehrstoffe wie Cathelicidin und Defensin an, die eine antibakterielle und antimikrobielle Wirkung haben und stimuliert darüber hinaus in den Makrophagen die Zerstörung von Krankheitserregern. Zudem erzielt Vitamin D eine antientzündliche Wirkung, indem es die TH1- und TH17-Zellen reduziert und die Entstehung von TH2-Zellen und regulativen T-Zellen anregt. Randomisierte Studien belegen, dass die regelmäßige und tägliche Einnahme entsprechender Vitamin-D-Präparate aus der Apotheke entscheidend ist, um die beschriebenen Effekte eines Immunmodulators zu erzielen. Den Grund dafür sieht Bruce Hollis, einer der führenden Vitamin-D-Forscher in der Halbwertszeit des Vitalstoffes oder besser gesagt, jener der „Vitamin-D-Muttersubstanz“ Cholecalciferol, die für den Stoffwechsel sämtlicher Körperzellen grundlegend ist. Das Beste zum Schluss: In Bezug auf Covid-19 hat sich gezeigt, dass Patienten mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung den Verlauf besser überstehen können, als jene mit erschöpften Reserven. Ob eine adäquate Vitamin-D-Versorgung sogar die Ansteckungswahrscheinlichkeit oder den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen kann, ist derzeit noch Gegenstand der Forschung.

von Patrick S.

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