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Reflux: Darauf muss man achten

Aufstoßen, Bauchschmerzen, Sodbrennen – typische Symptome der Refluxkrankheit. Mit einer angepassten Ernährung kann man die Symptome jedoch lindern.


Reflux: Darauf muss man achten
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Bei der gastroöphagealen Refluxkrankheit kommt es zu einem krankhaft gesteigerten Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Die genauen Ursachen zur Entstehung der Refluxkrankheit sind nicht vollständig geklärt. Jedoch kommt es durch das Versagen des Anti-Reflux-Ventils am Ausgang der Speiseröhre zu den Beschwerden. Mit einer angepassten Ernährung kann man die Symptome jedoch lindern. medicalpress erklärt, wie es klappt.

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Meide fette Fleisch- und Wurstwaren, frittierte Speisen wie Pommes Frites oder auch fettige Backwaren wie Torten oder fettgebackene Stücke. Nahrungsmittel mit hohem Fettanteil verlangsamen die Magenentleerung. Darüber hinaus beeinflussen diese die Entspannung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre. Sobald dieser nicht mehr vollständig schließt, steht der Regression von Mageninhalt in die Speiseröhre so gut wie nichts mehr im Weg.

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Zahlreiche Studien beweisen, dass Salz und scharfe Gewürze die Symptome verschlimmern. Deshalb sollte man seinen Salzkonsum einschränken und nur wenig davon für die Zubereitung von Mahlzeiten verwenden. Dasselbe gilt für stark gewürzte Speisen.

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Zitrusfrüchte wie Blutorangen, Clementinen, Grapefruit, Kumquats, Limetten, Zitronen, aber auch Tomaten steigern die sekretorische Funktion des Magens und können Reflux begünstigen.

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Koffein senkt die Spannung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre und erhöht damit das Risiko für Reflux.

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Kohlensäurehaltige Getränke können den intragastrischen Druck erhöhen und damit den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre fördern. Energydrinks, die oftmals Koffein beinhalten und kohlensäurehaltig sind, gelten als besonders kritisch.

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Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke können aufgrund ihres Ethanolgehalts die Schleimhaut der Speiseröhre reizen, die durch die Regression von Magensäure bereits gereizt ist.

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Eine der grundlegendsten Ernährungsempfehlungen ist es, größere Mahlzeiten zu vermeiden, denn um größere Mengen an Essen zu verdauen, muss der Magen besonders viel Säure produzieren.

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Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Übergewicht häufiger unter Reflux leiden. Besonders betroffen sind Menschen mit abdominaler Adipositas. Wer einige Kilogramm loswerden will, der sollte aber nicht nur weniger essen, sondern sich auch aktiver werden. Nachweislich kann auch Bewegungsmangel die Entstehung von Reflux fördern.

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Kurz vor dem Schlafengehen darf es ruhig etwas Leichtes sein, doch Suppen sind als Abendessen für Menschen mit der Refluxkrankheit nicht geeignet. Die letzte Mahlzeit des Tages sollte eine feste Konsistenz haben, denn so ist das Risiko von Reflux geringer.

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Personen, die unter Reflux leiden, wird geraten, sich nicht unmittelbar nach dem Essen hinzulegen. Das Abendessen sollte mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Auch gilt es, körperlich schwere Tätigkeiten oder Arbeiten in gebeugter Position zu vermeiden.

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Wenn die Symptome persistent sind und sich vor allem in der Nacht verschlimmern, sollten Patienten versuchen, in einer halbsitzenden Position zu schlafen oder den Kopf erhöht vom Rest des Körpers ruhen zu lassen.