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Es gibt einen Grund, warum "Game of Thrones" süchtig macht, sagt die Wissenschaft

Warum ist "Game of Thrones" so extrem beliebt? Forschende haben das Phänomen wissenschaftlich untersucht und glauben eine Antwort darauf gefunden zu haben.

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Es gibt einen Grund, warum "Game of Thrones" süchtig macht, sagt die Wissenschaft
© HBO

Entgegen aller Memes, die gerade im Internet kursieren, gibt es tatsächlich noch mehr als EINE PERSON AUF DER WELT, die "Game of Thrones" noch nicht gesehen hat, dessen sind wir uns sicher. Trotzdem: Ein Großteil aller Millennials bingt jede Staffel der Kult-Serie, als gäbe es kein Morgen. Messbar wird der Erfolg der Serie unter anderem auch durch den zahlreichen Merch, der auf dem Markt ist: GoT- Make-up, Oreos, ja sogar Sextoys – die Fan-Liebe ist grenzenlos. Doch warum ist "Game of Thrones" so extrem beliebt? Das fragten sich auch Forschende der Frankfurter Uni und der SRH Hochschule Heidelberg... und haben mehrere Antworten darauf.

Studie: Darum ist "Game of Thrones" so beliebt

Claus-Peter H. Ernst, Wissenschaftler an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) meint, Fernsehserien wie "Game of Thrones" würden klassische menschliche Bedürfnisse befriedigen, wie "den Wunsch, Freunde zu haben und sich zugehörig zu fühlen".

Identifikation mit den Figuren

Es gehe vorrangig um das Zugehörigkeitsgefühl: "Die Identifikation mit einzelnen Figuren einer Fernsehserie sorgt für die Entwicklung eines sozialen Zugehörigkeitsgefühls. Die Zuschauerinnen und Zuschauer betrachten diese als Vertraute, an deren Geschichte sie gefühlten Anteil haben. In 'Game of Thrones' findet sich für jeden eine Identifikationsfigur; jeder Figur werden bestimmte Charakterzüge zugeordnet", erklärt Ernst. Wir würden uns jenen Charakteren nahe fühlen, die Ähnlichkeiten zu unserem eigenen Leben ODER zu dem, das wir gerne hätten, aufweisen, so der Wissenschaftler weiter. Wie bei jeder Serie hätten wir auch bei GoT das Gefühl, die Figuren sehr gut zu kennen.

Cliffhanger machen süchtig

Das ist Fakt. Wir kennen es ja schließlich auch von anderen Serien: Unsere Neugier lässt uns einfach nicht los. Schwierig wird es dann, wenn man beim Streamen die Möglichkeit hat, ALLE Staffeln durchzubingen. Da kann schon mal ein Sonntagnachmittag draufgehen. Doch die Cliffhanger bei GoT seien sehr speziell, so Ernst: "Bei 'Game of Thrones' ist ein Cliffhanger wirklich noch ein Cliffhanger. Hier kann es passieren, dass die Lieblingsfigur, die die Zuschauerin oder der Zuschauer fünf oder sechs Jahre hat aufwachsen und sich entwickeln sehen, stirbt. Die Spannung, die bei vielen anderen Formaten verloren gegangen ist, wird hier aufrechterhalten."

Streamingdienste begünstigen Suchtgefahr

Agreed. Und es ist nun auch seitens der Wissenschaft bestätigt worden: Streamingdienste wie Netflix begünstigen unser "Suchtverhalten": "Es kann vorkommen, dass Menschen so viele Folgen konsumieren, dass man von einer psychischen Abhängigkeit sprechen muss – und Netflix und Co. sorgen dafür, dass man schnell und einfach an die 'Suchtmittel‘ gelangen kann", erklärt Ernst. Ob die unsagbare Vorfreude auf unsere Lieblingsserie, die wir bereits verspüren, wenn wir von der Arbeit nach Hause gehen, auch schon alarmierend ist, lassen wir jetzt mal dahingestellt.

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Thema: Kino & TV

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