Ressort
Du befindest dich hier:

Darum ziehst du dein Fitnesstraining nie durch!

Keine Sorge, es gibt Hoffnung: Wenn du diese 11 Tipps von Personal Trainerin Bettina Nimmerrichter beherzigst, steht deinem Prachtkörper nichts mehr im Wege!

von

Darum ziehst du dein Fitnesstraining nie durch!
© iStock

Auch bei mir gab es eine Zeit, in der mein innerer Schweinehund immer stärker war als ich und ich etliche Kämpfe verloren habe. Innerhalb der letzten Jahre legte ich mir aber viele neue Gewohnheiten zu, mit denen ich es schlussendlich schaffte, mich langfristig für mein Training zu motivieren. Schon mehr als vier Jahre gehe ich nun regelmäßig ins Fitnessstudio und ich bin mir sicher, es werden noch viele mehr. Ich gebe dir deswegen 11 Tipps und Tricks mit auf dem Weg, mit denen auch du es schaffst, deinen inneren Schweinehund zu besiegen:

#1 Nimm dein Sportgewand immer gleich in die Arbeit mit

Ganz wichtig! Denn wenn du deine Trainingstasche erst von Zuhause holen musst, ist die Gefahr sehr hoch, dich mit Aufschieberitis (= das Verhalten, Erledigungen immer wieder auf den nächsten Tag zu verschieben) zu infizieren, da du dich wieder in deiner Komfortzone befindest. Ich nehme deswegen mein Sportgewand immer mit, sodass ich allzeit bereit bin!

#2 Finde einen Trainingspartner

Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid. Wenn du noch keinen Sportbuddy hast, dann mache dich auf die Suche nach einem. Die Chance, wirklich ins Studio zu gehen, ist nämlich viel höher, wenn du dich dort mit jemanden verabredest. Starte am besten auf Facebook oder auf Instagram einen Aufruf. Ich bin mir sicher dass sich jemand finden wird. Aber beachte: Der gemeinsame Gang ins Fitnesscenter soll kein Kaffeekränzchen werden; bleibt also immer auf das eigentliche Workout fokussiert!

#3 Wähle ein Fitnesscenter, das am Weg liegt

Über eine Stunde zum Studio zu brauchen – das macht echt keinen Spaß. Schließe deshalb deine Mitgliedschaft in einem Sportclub ab, der direkt am Weg zu deiner Arbeit oder zumindest in der Nähe davon liegt.

#4 Setze dir realistische Ziele

Innerhalb eines Monats zwölf Kilo zu verlieren ist auf gesunde Weise kaum erreichbar. Also nimm dir auch nur ein Ziel vor, das du sehr wahrscheinlich schaffen kannst, um am Ende nicht enttäuscht zu sein. Wenn du abnehmen möchtest, sind zum Beispiel eineinhalb Kilogramm Gewichtsverlust pro Woche realistisch. Es bringt ebenfalls recht wenig, wenn dein Ziel ist, so auszusehen wie Michelle Lewin, du aber nicht bereit bist - wie sie - sechs bis sieben Mal die Woche ins Studio zu gehen. Dein angestrebtes Endergebnis muss mit dem Weg, welchen du bereit bist zu gehen, übereinstimmen. Sonst führt das nur zu einer großen Enttäuschung.

#5 Höre dir Motivationsreden auf YouTube an

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber solche Reden entfachen in mir immer eine riesige Motivation und mich kann danach echt nichts mehr aufhalten! Gänsehautfeeling inkludiert:

#6 Denk nicht, mach einfach!

Schon mal was von der 5-Sekunden-Regel gehört? Eine Methode, die mir selbst schon in vielen Dingen geholfen hat. Denn wenn wir vor einer Entscheidung stehen, die uns eventuell aus der Komfortzone kicken könnte, zum Beispiel vor der Frage, ob wir nach der Arbeit jetzt noch ins Fitnessstudio gehen sollen oder nicht, dann beginnt meist automatisch eine Diskussion mit dem inneren Schweinehund in uns. Der sagt dann so Klassiker wie: "Ich habe heute sooo schlecht geschlafen und mein Tag in der Arbeit war auch noch sooo anstrengend. Ich muss echt auf die Couch!" Oder merkwürdigere Dinge wie: "Meine Katze hat heute Namenstag und ich wäre ihr echt kein guter Freund, würde ich sie jetzt alleine lassen!" Er beginnt, wie wild, mit Ausreden um sich zu werfen.

Deine Aufgabe ist es ab jetzt, jedes Mal, wenn du deine Komfortzone verlassen und deine Trägheit überwinden willst von Fünf runterzuzählen. Die Eins ist dann dein Startschuss – hier beginnst du sofort zu handeln. Du stehst also auf, nimmst deine Tasche und gehst los. Somit gibst du deinem inneren Schweinehund keinen Raum für Diskussionen, da dein Verstand ja gerade mit dem Zählen beschäftigt ist. Das funktioniert übrigens auch gut, wenn du morgens für dein Workout früher aufstehen möchtest. Nachdem du deine Augen geöffnet hast, beginne zu zählen und bei Eins spring einfach auf! So banal. So wirksam!

#7 Suche dir ein Vorbild

Wenn du nicht schon ein Vorbild hast, dann mache dich schnell auf die Suche nach einem. Drucke dir am besten ein Foto von dieser Person aus und hänge es dir gut sichtbar in deinen Wohnraum. Noch besser, auf deinen Kühlschrank! Dann fällt auch der Verzicht auf ungesundes Essen leichter. Auch ich habe damals Hintergrundbilder für mein Handy und meinen Laptop mit Lauren Drain erstellt. Dein Ziel muss aber nicht unbedingt sein, genau so fit wie dein Vorbild zu werden, es soll hauptsächlich dazu dienen, dich zu motivieren und anzuspornen.

#8 Nimm genug Essen in die Arbeit mit

Du entschärfst damit Ausreden, mit leerem Magen nicht trainieren gehen zu wollen. Plane schon am Vortag die Mahlzeiten für den darauffolgenden Tag ein und nimm dir gesunde Snacks in die Arbeit mit. Achte darauf, dass du 1,5 bis 2 Stunden vor dem Training eine leichte, proteinhaltige Mahlzeit zu dir nimmst (zum Beispiel ein frisches Kornbrot mit Cottage Cheese und Karottensticks).

#9 Mach kürzere Trainingseinheiten - dafür regelmäßig

Am Anfang ist man ja bekanntlich am motiviertesten. So machen viele den Fehler, die ersten Workouts viel zu lange und intensiv zu gestalten. Ein ordentlicher Muskelkater ist dabei immer garantiert und lang durchgehalten wird mit dieser Methode nur selten. Besser man startet sanfter, mit kurzen Trainingseinheiten von 30 bis 40 Minuten und anfangs mit eher geringer Intensität. Die Regelmäßigkeit ist dabei von sehr hoher Bedeutung. Ich empfehle dir, anfangs mit zwei bis höchstens drei Einheiten pro Woche zu starten.

#10 Erstelle dir einen Trainingsplan

Wenn es dir zu anstrengend ist, selbst einen Trainingsplan zu basteln, dann buche am besten einen Personal Trainer oder eine Personal Trainerin und lasse dir von ihm oder ihr einen ausarbeiten. Der Plan ist so genau auf dich und deine individuellen Wünsche angepasst. Gleichzeitig hast du mehr Motivation durchzuhalten, da du ja dein Geld nicht zum Fenstern raushauen möchtest - und mit einem schlechten Gewissen will schließlich keiner kämpfen.

#11 Finde dein WARUM

Frage dich, was du erreichen willst, und viel wichtiger noch, WARUM ! Was treibt dich an? Schreib es dir auf und lies es dir am besten jeden Tag nach dem Aufstehen durch.

Themen: Fitness, Workout