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Das Geschäft mit der Schönheit: "Die
Branche ist wie der wilde Westen"

Kaum eine Branche hat in den letzten Jahren einen derartigen Boom erlebt wie die Beautymedizin. Doch nicht nur seriöse Ärzte sind am Werk. Aufdecker-Autor Hans Weiss im Talk über die Probleme des Marktes und warum Klagen nicht hilft.


Das Geschäft mit der Schönheit: "Die
Branche ist wie der wilde Westen"
© Corbis

Wenn Hans Weiss ein Buch schreibt, dann sicher nicht, weil er „harmlose Geschichten“ erzählen möchte. In seinem neuesten Werk Schönheit (Deuticke Verlag, € 18,40), das der Österreicher gemeinsam mit der deutschen Ärztin Dr. Ingeborg Lackinger Karger verfasst hat, deckt er auf, was in der Beautybranche alles schiefläuft: Brandneue Studien zu Brustimplantaten und Fettabsaugungen kommen darin genauso vor wie Seitenhiebe auf die Gesundheitsbehörden, die dem Treiben keinen Einhalt gebieten. Wir haben den Autor zum Interview über die wichtigsten Facts gebeten.

Woman: Was hat Sie bei den Recherchen am meisten schockiert?

Weiss: Gar nichts, ich bin nicht so leicht zu schockieren. Was mich aber erstaunt hat, ist, in welchem Ausmaß im Freundes- und Bekanntenkreis schon sogenannte softe Behandlungen wie Botox oder Unterspritzungen gemacht werden.

Woman: War das der Grund für Sie, das Buch zu schreiben?

Weiss: Nein, das habe ich erst erfahren, als ich den Leuten erzählt habe, woran ich arbeite. Das Buch habe ich geschrieben, weil mir bei den Recherchen zu meinem letzten Buch „Korrupte Medizin“ Informationen zugespielt worden sind.

Woman: Finden Sie Schönheits-OPs verpönt?

Weiss: Ich bin nicht prinzipiell dagegen. Vieles, was gemacht wird, ist unnötig, vieles aber auch sinnvoll – eine OP aus medizinischen Gründen oder wenn jemand verunstaltet ist.

MEHR zu dem Thema "Das Geschäft mit der Schönheit" und das ganze Interview mit Hans Weiss finden Sie in WOMAN 19/2011!

Redaktion: Eva Jankl