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Das war die Oscar-Verleihung 2011 in Los Angeles: Alle Gewinner und Verlierer

In der Nacht auf Montag wurden in Los Angeles zum 83. Mal die Academy Awards der amerikanischen Filmakademie vergeben.


Das war die Oscar-Verleihung 2011 in Los Angeles: Alle Gewinner und Verlierer
© Reuters/ Mike Blake

2011 ist das große Jahr der Natalie Portman
Der Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in Darren Aronofskys "Black Swan" ist der vorläufige Höhepunkt eines Erfolgsjahres für die 29-jährige Schauspielerin. Nicht nur die Auszeichnung für ihren Part als paranoide Ballerina gehört dazu. Die Schauspielerin ist heuer auch mit mehr Filmen als je zuvor in den Kinos zu sehen. Und überdies erwartet Portman mit Balletttänzer Benjamin Millepied, ihrem Choreographen aus "Black Swan", ihr erstes Kind, was sich bereits am Schwangerschaftsbauch unter der Oscar-Robe ablesen ließ.

Colin Firth in "The King's Speech"
Britische Emotionen triumphierten über den amerikanischen Traum, ein stotternder König stellte einen talentierten Nerd in den Schatten: Mit "The King's Speech" hat bei der 83. Verleihung der Academy Awards ein klassischer Oscar-Film gewonnen und damit das von Kritikern umjubelte "The Social Network", das drei Oscars (Schnitt, Soundtrack, Adaptiertes Drehbuch) gewann, ausgestochen. Denn die Academy setzt gern auf Herz und bewegende Hintergründe, statt auf cineastische Meilensteine. Beides bietet das sympathische Monarchenporträt, das in der Oscar-Nacht vier Trophäen in den Königskategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Colin Firth), Bestes Original-Drehbuch (David Seidler) und Beste Regie (Tom Hooper) ergatterte.

Vier Oscars für "Inception"
"Inception" triumphierte indes in den Technik-Kategorien. Vier Awards räumte Christopher Nolans achtfach nominiertes Kino-Spektakel für Beste Spezialeffekte, Beste Kamera, Bester Ton und Bester Tonschnitt ab. Lediglich drei Oscars erhielt David Finchers bei Kritikern beliebter Facebook-Streifen "The Social Network" - für "Bester Soundtrack", "Bestes adaptiertes Drehbuch" und "Bester Schnitt". "Toy Story 3" wurde zum besten Animationsfilm gekürt und erhielt den Oscar für den besten Song (Randy Newmans "We Belong Together").

Melissa Leo liefert Faux-pas
Einen Faux-pas lieferte Melissa Leo, die als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Bei ihrer Dankesrede zeigte sie sich sprachlos und den Tränen nahe - und ließ vor Aufregung das böse "F-Wort" fallen, und das live im amerikanischen Fernsehen. "Als ich vor zwei Jahren Kate Winslet dabei zugesehen habe, hat es so 'fucking easy' ausgesehen", sagte die 50-Jährige. Ihr Malheur bereute sie prompt, beschämt blickte sie auf den Boden. Ihr "The Fighter"-Schauspielkollege Bale wurde wie erwartet für seine Rolle des hyperaktiven Drogensüchtigen im Boxdrama als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. "All die talentierten, inspirierenden Leute in diesem Saal", scherzte der 37-Jährige, "was habe ich hier zu suchen?"

Der Auslands-Oscar
Den Auslands-Oscar erhielt der dänische Film "In a better world" von Susanne Bier, die heuer bereits den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film erhalten hatte. Der deutsche Komponist Hans Zimmer ging leer aus: Der Oscar für den besten Soundtrack ging an "The Social Network".

"True Grit" – Verlierer des Abends
Zum großen Verlierer avancierte der Coen-Western "True Grit", der keine der zehn Nominierungen in Oscars umwandeln konnte. Damit ist der Film jedoch nicht der größte Loser der Oscar-Geschichte: Für jeweils elf Oscars waren Steven Spielbergs "Die Farbe Lila" (1986) und Herbert Ross' "Am Wendepunkt" (1978) nominiert - und beide gingen leer aus.

Hier die vollständige Liste der heurigen Oscar-Gewinner in allen 24 Preiskategorien:
Bester Film: "The King's Speech"
Regie: Tom Hooper für "The King's Speech"
Hauptdarstellerin: Natalie Portman in "Black Swan"
Hauptdarsteller: Colin Firth in "The King's Speech"
Nebendarstellerin: Melissa Leo in "The Fighter"
Nebendarsteller: Christian Bale in "The Fighter"
Bester nicht-englischsprachiger Film: "In A Better World" (Dänemark)
Beste Filmmusik: "The Social Network"
Bester Originalsong: "We Belong Together" aus "Toy Story 3"
Spezialeffekte: "Inception"
Originaldrehbuch: "The King's Speech"
Adaptiertes Drehbuch: "The Social Network"
Bester Animationsfilm: "Toy Story 3"
Beste Ausstattung: "Alice In Wonderland"
Beste Kamera: "Inception"
Beste Kostüme: "Alice in Wonderland"
Beste Dokumentation: "Inside Job"
Beste Kurzdokumentation: "Strangers No More"
Bester Schnitt: "The Social Network"
Beste Maske: "The Wolfman"
Bester animierter Kurzfilm: "The Lost Thing"
Bester Kurzfilm: "God Of Love"
Bester Ton: "Inception"
Bester Tonschnitt: "Inception"

(apa/red)