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Das System Karina Sarkissova

Karina Sarkissova: Von der Ballerina zur Society- Sirene: Fast kein Tag vergeht, ohne dass die Promi-Jurorin für Schlagzeilen sorgt. Alles Kalkül – oder hat sie wirklich das Zeug zum Star? Wie sie tickt, was sie prägte & wer sie groß machte: WOMAN sprach mit ihr und den Wegbereitern.


Das System Karina Sarkissova
© Roland Ferrigato

"Ich bin bisexuell" – mit drei Worten war der Skandal produziert. Eine Spezialität von Ballerina Karina Sarkissova, 29, obwohl die Mutter eines zehnjährigen Sohnes behauptet, dass ihr dieses Outing gegen den Strich gehe. Und dass ihr Biograf Eric Sebach mit der Veröffentlichung dieser Zeile noch vor Erscheinen des Buchs "Auf spitzen Sohlen" bloß Eigen-PR mache. "Ich lasse mich nicht nur auf Sex reduzieren. Von 144 Seiten geht es gerade auf einer Seite um dieses Thema", tobt sie und kontert Negativschlagzeilen prompt mit positivem Gossip: Sie sei frisch verliebt, "in einen wohlhabenden Unternehmer, dunkelhaarig, 45 plus". Während die Tänzerin den Biografen mit Funkstille straft, kann der nur schmunzeln: "Karina wusste von Beginn an, dass diese Aussage für Furore sorgen wird!"

Vom Nackedei zum Werbe- & TV-Starlet. Spätestens seit 2010, als ihre Aktaufnahmen für die Männerzeitschriften Penthouse und Wiener um die Welt gingen und für ihren Rauswurf aus der Wiener Staatsoper sorgten, weiß die aschblonde Russin, wie man ins Gespräch kommt. Und dort bleibt! In Windeseile avancierte die 50 Kilo leichte Solotänzerin zum Profi für "Publicity in eigener Sache": Wenige Tage nach ihrer Entlassung hatte sie ihre erste Kinorolle bei "Kottan" in der Tasche. Es folgten der Titel "Integrationsbotschafterin", die Widmung einer eigenen Hotelsuite und die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft "für außerordentliche Leistungen". Auch der ORF erkannte ihr Potenzial: Er engagierte Sarkissova als Promi-Jurorin bei "Dancing Stars", das Modehaus Popp & Kretschmer als neues Werbegesicht. Dazwischen fütterte sie die Medien mit spitzzüngigen Kommentaren. "Ich habe nichts drunter an", verriet sie – als Nonne verkleidet – auf einer Halloween-Party. Und von der Romy-Gala ausgeladen, kam sie trotzdem und vermeldete: "Der ORF wollte, dass ich komme. Die Produzenten der TV-Übertragung sind für den optischen Reiz dankbar." Das dürfte in der Tat stimmen, denn seither nahm Sarkissova Platz bei "Stermann & Grissemann", "Stöckl am Samstag" und "Vera exklusiv". "Künftig sieht man mich in der neuen ORF-Sendung ‚Hast du Nerven‘ und auf PULS 4 als neuen Coach bei ‚Austria’s next Topmodel!‘", so die Jurorin von "Die große Chance". Sie nutzte die ihre bereits, als sie zuhause in Moskau noch in Kinder(ballett)schuhen am Bolschoitheater steckte …

LESEN Sie die ganze Geschichte in WOMAN 20/2012.

Redaktion: Petra Kligovits, Melanie Zingl