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David Schalko, Nina Proll und Robert
Palfrader im WOMAN-Interview

In der neuen Serie „Braunschlag“ stellt Regisseur David Schalko die Schauspieler Nina Proll & Robert Palfrader vor bizarre Lebensprüfungen. Ein Talk über Himmelsmächte, Halt, Unverdorbenheit – und was von ihrer streng katholischen Kinderstube blieb ...


David Schalko, Nina Proll und Robert
Palfrader im WOMAN-Interview
© Ernst Kainerstorfer

Woman: Sie alle haben einen privaten Bezug zum Waldviertel. Ist dort wirklich ein besonderer Schlag Menschen beheimatet?

Palfrader: Nein. Die Leute dort sind vielleicht etwas reservierter, und es braucht eine Zeit, bis sie auftauen. Aber wenn man einen Bezug zu ihnen gefunden hat, sind das sehr ehrliche, offenherzige, direkte Menschen. Auch deshalb liebe ich das Waldviertel. Meine Frau hat vor 23 Jahren das Haus ihrer Großeltern im Bezirk Gmünd geerbt. Seit wir’s renoviert haben, sind wir mit unseren zwei Kindern an vielen Wochenenden dort. Ich genieße dann die Abgeschiedenheit und Ruhe. Während der Dreharbeiten, die in Eisgarn stattfanden, konnte ich zum ersten Mal mehrere Monate im Waldviertel verbringen. Dem Trubel in Wien entfliehen – das hat mir schon sehr gut getan. Allein die frische Luft sorgt für mehr Lebensqualität. Dort fahren in der Stunde nämlich nicht zig Autos vorbei, sondern vielleicht ein alter Mann auf seinem Rad und zwei Mädchen mit ihren Puppenwägen.

Proll: Ich habe ein etwas zwiespältiges Verhältnis zum Waldviertel, denn ich bin in Haugschlag bei Litschau aufgewachsen. Das nördlichste Dorf Österreichs! Wir hatten nicht mehr als einen Greißler, eine Kirche, ein Wirtshaus, einen Friedhof, den Fußballplatz. Und als ich acht war, kam ein Tennisplatz hinzu. Als Kind war es ein Paradies: Es gab keine Gartenzäune, grüne Wiesen, jeder kannte jeden. Mein Bruder und ich lebten damals bei meiner Oma. Erst mit zwölf übersiedelte ich mit meinem Vater nach Wien. Das war ganz gut, denn als Teenager fühlte ich mich im Waldviertel oft einsam, und mir war langweilig. Ich hatte das Gefühl, das wirkliche Leben findet woanders statt.

Schalko: Meine Eltern stammen auch aus der Gegend. Aber sie zogen mit 15 nach Wien, um dort in die Schule zu gehen.

LESEN Sie das ganze Interview in WOMAN 05/2012!

Interview: Petra Klikovits