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Wetten, du hast dein Deo immer falsch aufgetragen?!

Schwitzen ist nicht lustig. Deshalb verwenden wir Deodorant. Nur wäre es durchaus möglich, dass du das Antitranspirant bislang falsch angewandt hast...

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Wetten, du hast dein Deo immer falsch aufgetragen?!
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Yep, wir schwitzen. Beim Sport (erwünscht). Aber auch, wenn wir Stress haben, wenn uns etwas peinlich ist, wenn es draußen, plötzlich warm wird, wenn wir Wallungen haben, wenn wir der Straßenbahn hinterher gelaufen sind (unerwünscht). Schwitzen ist völlig natürlich. Aber wir wollen weder Flecken unter den Achseln, noch wollen wir beißend nach Schweiß riechen. 63% der Österreicherinnen bezeichnen Schweiß deshalb als peinlichste Körperreaktion.

Also verwenden wir Deodorant. Und da unterläuft den meisten von uns ja auch schon der erste Fehler.

Was ist der Unterschied zwischen Deo und Antitranspirant?

Denn wusstest du, dass es einen Unterschied zwischen Deo und Anti-Transpirant gibt?

  • Deo: Deos haben eigentlich nur die Aufgabe, den Schweißgeruch durch Alkohol und Parfüm zu maskieren. Die Alkoholzusätze blockieren Bakterien bei der Arbeit, den entstandenen Schweiß aufzulösen. Auf diese Weise wird der unangenehme Körpergeruch verhindert. Zur Sicherheit sind oftmals zusätzlich Parfümstoffe enthalten, die ersten Schweißgeruch überdecken. Deodorants sollten mehrmals am Tag aufgetragen werden.
  • Antitranspirant: Ein gutes Antritranspirant bietet tatsächlich Schutz davor, dass der Schweiß und sein Geruch entstehen. Es enthält meist die in Verruf geratenen Aluminiumsalze (hier die Liste der aluminiumfreien Antitranspirante), die mit Hilfe von körpereigenen Stoffen die Schweißdrüsen verengen und so an dieser Stelle die Schweißbildung verringern. Je nach Situation sondern verengte Schweißdrüsen spürbar deutlich weniger Flüssigkeit ab. Auf diese Weise wird auch den Bakterien der Nährboden genommen, so dass erst gar kein Geruch entstehen kann. Es muss nur einmal am Tag aufgetragen werden.

Wie du Deo und Antitranspirant richtig nutzt

1. Deo besten auf trockener Haut anwenden

Auch wenn du bislang dachtest, dass du das Deo direkt nach der Dusche auftragen solltest: Falsch. Nasse Haut absorbiert die Stoffe nicht so gut wie trockene. Also Achseln gut trocknen lassen, dann Roller oder Spray einsetzen.

2. Deo am Abend auftragen

Natürlich wollen wir den gesamten Tag lang schweißfrei bleiben, also ist es nur normal, dass die meisten von uns ihren Deo oder das Antitranspirant nach der Morgendusche anwenden. Tatsächlich ist es aber besser, ein Antitranspirant am Abend vor dem Schlafengehen aufzutragen. Während der Körper ruht, entfalten die Wirkstoffe ihre volle Wirkung und bieten so tagsüber maximalen Schutz vor Achselnässe. Wer möchte, benutzt morgens zusätzlich ein Cremedeo.

3. Warten, bis du dich anziehst

Das Deo sollte erst komplett auf deiner Haut getrocknet sein, ehe du Kleidung anziehst. Das verhindert nicht nur Deo-Flecken, sondern das Produkt bleibt auch tatsächlich auf deiner Haut und nicht deinem T-Shirt haften. Wenn es schnell gehen muss: Deodorierte Achseln schnell föhnen.

4. Nicht zu viel Deo anwenden

als Regel gilt: Mit dem Deoroller einmal die Achsel rauf- und einmal runterfahren. Oder, falls du einen Spray verwendest: Maximal 2 Pumphübe. Experten empfehlen übrigens, mindestens einmal pro Woche einen deofreien Tag einzulegen, damit sich die Haut unter den Achseln regenerieren kann.

1 deofreier Tag? Ja, wir haben auch Angst.

Thema: Deodorant

Kommentare

Sascha Ballweg

Antitranspirante nie auf der feuchten Haut anwenden! Dies hat weniger mit der Absorption zu tun als vielmehr damit, dass Wasser und Feuchtigkeit zu stark reizenden Reaktionen des pH-mässig sauren Antitranspirants führen kann.

Auch im Bezug auf die Dosierung wäre ich bei einem hoch dosierten Antitranspirant weitaus vorsichtiger, denn zumeist reicht unter jeder Achsel 1 einziger Tropfen aus.