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WOMAN testet: Deocreme

Wer viel schwitzt, probiert auch viel: Kann diese Naturdeocreme von ihren Qualitäten überzeugen? Wir haben sie getestet!

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WOMAN testet: Deocreme
© istockphoto.com

Egal, wie sehr man seine Familie liebt, manchmal werden Eigenschaften weitergegeben, die man nicht haben möchte. Bei mir handelt es sich um das unerwünschte Geschenk des Schwitzens. Warum ich mir sicher bin, dass es aus der Familie kommt? Weil ich es nicht wahrhaben will, dass ich einfach zufällig auserwählt wurde, nie wieder hellgraue Leiberl tragen zu können. Ok, so schlimm ist es auch wieder nicht, aber wer jetzt denkt, dass ich wegen einem First-World-Problem rumheule, der weiß nicht wie das ist.

Und weil ich viel schwitze, habe ich auch alle erdenklichen Deos getestet, die man finden kann. Da waren viele mit Aluminium dabei, einige Mixturen aus der Apotheke und sicherlich vier bis fünf Antitranspirante. Ich hab mir sogar Botox in die Achseln machen lassen, damit ich zumindest ein paar Monate lang Ruhe habe. Langanhaltend ist die Wirkung vom Neurotoxin zwar schon, aber der Eingriff ist weder der billigste, noch ist man für immer schweißfrei.

Mittlerweile gehe ich es wieder ruhiger an mit den Deo-Experimenten. Deshalb war ich sehr froh als mir ein neues, aber natürliches Deo in die Hände gefallen ist: Die SIAH Deocreme. Dabei handelt es sich um eine körnige Mischung aus Biokokosöl und weiteren pflegenden, beruhigenden und duftenden Inhaltsstoffen. Mehrere Aspekte sind schon mal positiv zu erwähnen: Die Produkte enthalten keine Konservierungs- und Farbstoffe, keine Silikon- und Palmöle und keine Erdölprodukte. Außerdem ist SIAH ein sehr kleines, österreichisches Unternehmen, das von einer Frau, Alma Sekic, ins Leben gerufen wurde.

Ich habe die Deocreme á la Litsea (50 ml, 19 Euro), ein tropischer Baum aus dem asiatischen Raum, der nach Zitronengras duftet, getestet. Der Geruch des Deos ist wirklich sehr angenehm und erinnert an einen leckeren Zitronenkuchen. Das ist zwar ungewöhnlich für ein Deo, aber ich mag extrovertiertere Düfte. Sich die Achseln damit einzucremen, fühlt sich ebenfalls ziemlich ungewöhnlich an, vor allem weil man anfangs keine Ahnung hat, wie viel man nehmen soll.

Die Creme schmilzt angenehm auf der Haut und hinterlässt keinen Ölfilm. Das ist recht praktisch, weil man sich relativ schnell nach dem Einschmieren anziehen kann, ohne vor Flecken Angst haben zu müssen. Der Duft bleibt auch relativ lang spürbar, was ich naiverweise nicht erwartet habe, mir aber ziemlich taugt. Das wichtigste ist natürlich die Wirkung des Deos: Es hat mich weder enttäuscht noch umgehauen. In den drei Wochen Probezeit hat es Tage gegeben, da war das Deo mein unsichtbarer bester Freund. Dann wieder hatte ich schon nach der allmorgendlichen U-Bahn Fahrt das Gefühl, die doppelte Portion nachschmieren zu müssen.

Fazit

Ich würde also sagen, dass es die perfekte Alternative zu handelsüblichen Deos ist, vor allem für Leute, die gerne auf eine nachhaltige Lebensweise umsteigen möchten. Ebenfalls glücklich kann das SIAH Deo jene machen, die wenig schwitzen und einfach mal gern ein gutes Produkt haben, das sie immer wieder nachkaufen können.