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Depression durch One Night Stand?

Ein One Night Stand mag die Stimmung heben – zu häufiger Gelegenheits-Sex begünstigt Depressionen. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine neue Studie.

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Depressionen nach One Night Stand: Nackter Mann und nackte Frau

Kater-Stimmung nach dem One NIght Stand

© Thinkstock

Haben wir alle schon mal erlebt: Manchmal erhält das Selbstbewusstsein durch einen Quickie mit einem Unbekannten einen neuen Boost, oft hinterlässt ein One-Night-Stand aber auch einen schalen Nachgeschmack. Neu hingegen ist jedoch, dass zu häufiger Gelegenheits-Sex sogar Depressionen begünstigt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die im "Journal of Sex Research" veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung wurden mehr als 3.900 US-Studenten aus verschiedenen Universitätem detailiert zu ihrem Sexualleben und ihrem psychischen Wohlbefinden befragt. Das Ergebnis: Je promiskuitiver die Probanden – also je häufiger sie mit jemanden in die Kiste stiegen, den sie nicht länger als eine Woche kannten – desto eher neigten sie auch zu Depressionen und Angststörungen.

Gelegenheitssex wurde von der Mehrheit der Umfrageteilnehmer mit einem verminderten Wohlbefinden und einer erhöhten psychischen Belastung assoziiert. Gegenüber dem Nachrichtendienst pressetext erklärt sich die Sexualtherapeutin Gabriele Maurer-Waitschacher vom Institut für Sexualtherapie das Ergebnis so: "Promiskuität kann sich im Zuge einer Basiserkrankung wie einer Zwangsstörung, einer Angststörung oder einer Suchterkrankung äußern. Hier versucht man, durch häufig wechselnde Sexualpartner endgültige Befriedigung zu erlangen, die auf Dauer aber leider nicht eintritt und daher in einer Depression münden kann."

"Häufig versuchen Betroffene auch Gefühlsdefizite, die zum Beispiel in der Kindheit durch einen Missbrauch oder fehlende Nähe verursacht worden sind, auszugleichen," so die Sexualtherapeutin. Gelingt das nicht, entstehe zwischen psychischer Erkrankung und promiskuitivem Verhalten eine gefährliche Wechselwirkung.