Ressort
Du befindest dich hier:

Dieser Verein hilft Menschen bei Behördengängen: Wenn Anträge & Co zur seelischen Belastung werden

Anträge ausfüllen, mit Behörden telefonieren oder E-Mails schreiben kann für viele Menschen sehr belastend sein. Das Projekt „Depresso“ bietet anonyme und kostenlose Hilfe!


Hilfe bei Behörden-Problemen

Jeder Mensch braucht jemanden, der einem zuhört und weiterhilft!

© iStockphoto.com

Wo muss ich anrufen, wenn ich Auskunft zu meiner Pension brauche? Habe ich diesen Antrag auf Pflegegeld richtig ausgefüllt? Wie scanne ich ein Dokument ein?

All diese Dinge sind selbst für junge Menschen, die eine höhere Bildung haben, eine Qual. Wir sprechen hier aus eigener Erfahrung. Wie oft mussten wir stundenlang im Netz recherchieren, herumtelefonieren und nachfragen, um herauszufinden, welches Amt für welchen Antrag zuständig ist. Behördengänge sind kein Kinderspiel. In vielen Fällen kann eine formale Angelegenheit sogar zu einer hohen psychischen und sozialen Belastung werden. Die Folge: Man kümmert sich lieber gar nicht darum und riskiert Schulden und Versäumnisse.

Anonyme und kostenlose Beratung

Das Projekt „Depresso“ will nun Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen, bevor überhaupt Probleme entstehen. „Unser Ziel ist es, Stabilität für Ratsuchende herzustellen und sie aus der Opferrolle herauszuholen“, erklärt Dr. Jörg Prieler, Psychologe und Gründer des Projekts.

Mit einem Team aus PsychologInnen, TrainerInnen, IT-Technikern, PsychotherapeutInnen und einer Sozialarbeiterin wurde nun die erste „Depresso“-Niederlassung in Oberwart (Burgenland) gegründet. „Wir hatten gerade eröffnet und bereits nach einer Woche suchten 70 Menschen bei uns Hilfe.“, erzählt Prieler.

Hilfe bei Behörden dank Depresso
»„Ich wünsche dir, dass du immer mindestens einen Menschen hast, der für dich da ist, der deine Möglichkeiten sieht, dir zuhört, dir zuspricht, dich bestärkt, dich unterstützt, der an dich glaubt, selbst wenn du an dir zweifelst, Und ich wünsche dir, dass du für mindestens einen Menschen dieser Mensch bist.“ «

(Max Feigenwinter, Erwachsenenbildner und Autor)

Hilfe bei Behörden dank Depresso
Patricia Geier, Sozialarbeiterin bei "Depresso"

Nachfrage enorm, Personal fehlt

Derzeit wird das Projekt von Prieler privat finanziert. Er hofft aber auf Unterstützung der Gemeinden, damit noch weitere Beratungsstellen installiert werden können. „Mein Traum wäre es, Menschen in ganz Österreich Hilfe bei Behördengängen zu bieten.“ Damit würde man sie nicht nur vor schwerwiegenden Problemen schützen, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen.

Das Projekt „Depresso“ unterstützen

Gerne kannst du das Projekt mit Spenden unterstützen. Derzeit zählt jeder Euro, damit man weitere Beratungsstellen in Österreich aufbauen kann!

Kontodaten:
Raiffeisen Landesbank Burgenland
BIC: RLBBAT2E
IBAN: AT10 3300 0000 0161 7422

Kontakt zu „Depresso“

„Depresso“ ist von Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Ansprechperson ist Frau Patricia Geier, MA (Bildungswissenschaften BA, Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit, MA). Weitere Infos gibt’s auf der Seite: www.depresso.at

Mehr zu "Depresso" erfährst du im folgenden Video:

© Video: Depresso