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Der Vienna City Marathon 2010 rückt immer näher! Die Vorjahrssiegerin im WOMAN-Talk

Im Vorjahr feierte sie nicht nur ihr Marathondebüt beim Vienna City Marathon, sondern konnte auch den Sieg an sich reißen und die Spitzenzeiten von Dagmar Rabensteiner und Susanne Pumper noch übertreffen. Am 18. April 2010 ist sie wieder mit dabei im Kampf um einen Platz am Stockerl: für die 30-jährige Andrea Mayr ist Laufen das halbe Leben. In den anderen 50 Prozent ihrer Zeit macht sie gerade die Turnusausbildung zur Ärztin. Wir haben sie nach ihrem Erfolgsrezept gefragt, bevor sie zum Trainieren nach Italien gefahren ist.


Der Vienna City Marathon 2010 rückt immer näher! Die Vorjahrssiegerin im WOMAN-Talk
© privat

WOMAN: Was war Ihr größter Erfolg?

Mayr: Da gibt es mehrere, aber der Sieg beim Vienna City Marathon 2009 zählt sicher dazu.

WOMAN: Und heuer wollen Sie das Ergebnis vom 2009 noch verbessern?

Mayr: Das wäre schon ein Ziel, aber das hängt von so vielen Faktoren ab. Da muss alles passen, die Trainingsverfassung an dem Tag, das Wetter. Jetzt fahre ich erst einmal nach Italien, da habe ich eine andere Umgebung. Weil mit der Zeit verlieren die Laufstrecken auch ihren Reiz.

WOMAN: Sie haben 2009 ja Ihre Vorgängerinnen Susanne Pumper und Dagmar Rabensteiner mit Ihrer Leistung übertroffen...

Mayr: Das kann man so nicht sagen, weil die beiden letztes Jahr ja nicht angetreten sind. Ich hatte eine bessere Zeit als sie damals bei ihren
Läufen.

WOMAN : Ihre Vorgängerin Susanne Pumper ist ja derzeit zwei Jahre gesperrt, weil sie gedopt haben soll. Wie stehen Sie zu Doping?

Mayr: Ich bin eine strikte Gegnerin. Das kommt sicher daher, dass ich Ärztin bin. Sicher wäre es einfach, etwas einzunehmen, um die Leistung zu steigern, aber ich kenne die Nebenwirkungen. Und für mich ist das undenkbar. Außerdem finde ich, dass man als Sportler eine Verpflichtung hat - gegenüber den Sponsoren, den Zusehern, dem Gegner und gegenüber sich selbst! Ich könnte mich auch nicht über einen Sieg freuen, wenn ich wüsste, dass ich es nicht aus eigener Kraft geschafft habe.

WOMAN: Sie arbeiten nebenbei noch als angehende Ärztin – wie schaffen Sie das?

Mayr: Normalerweise gehe ich um 6 Uhr in der Früh trainieren und nach der Arbeit noch einmal. Das ist nicht einfach, man braucht viel Disziplin. Und das ist nur mit einem starken Willen möglich. Ich habe deswegen für meine Turnusausbildung das Heeresspital gewählt, weil dort Spitzensportler gefördert werden. Bis zum Marathon habe ich jetzt erst einmal frei zum Trainieren.

WOMAN: Waren Sie schon immer so sportlich?

Mayr: Eigentlich ja. Ich war schon in meiner Jugend im Turnverein und habe an Staffelläufen teilgenommen. Meine Eltern waren auch sehr sportlich.

WOMAN: Wann sind Sie das erste Mal professionell bei einem Wettkampf mitgerannt?

Mayr: Ich glaube, das war im Stadion bei einer Laufolympiade. Da dürfte ich sechs Jahre gewesen sein.

WOMAN: Und haben Sie einen Preis errungen?

Mayr: Ich war Siegerin in meiner Altersklasse.

WOMAN: Welche Tipps haben Sie für Laufanfängerinnen?

Mayr: Gute Schuhe sind wichtig. Wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte, kann man auch ein Vorjahresmodell kaufen. Mit Freunden laufen gehen motiviert. Oder man geht einfach trotzdem, auch wenn man einmal keine Lust hat. Nach fünf Minuten macht es dann eh Spaß. Musik motiviert ebenfalls. Ich höre viel Musik und in der Früh Radio.

Noch mehr Tipps finden Sie in WOMAN 07/10!

Redaktion: Eva Jankl