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Design aus Österreich: ruins of modernity

Designerin Maria Steiner entwirft puristische, aber dennoch überaus weibliche Mode für selbstbewusste Frauen. Wir fühlen uns definitv angesprochen.

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  • Bild 1 von 8 © Verena Mandragora Ritzengruber
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Seit 2010 steht Maria Steiner mit ihrem Label ruins of modernity für klare, reduzierte Mode in starken Farben. Trotz des puristischen Ansatzes, versteht es die in Wien ansässige Designerin jedoch auch stets überaus feminine Kreationen für eigenständige Frauen zu schaffen. ruins of modernity ist ebenso durchdachte Mode mit Bezug auf ihre Bedeutung in unserer Gesellschaft. Ausgangspunkt jeder Kollektion sind Probleme oder Fragestellungen unserer Zeit, welche die Designerin anhand ihrer Modekreationen spielerisch zu lösen versucht. Weit entfernt von der Wegwerfkultur großer Textilketten präsentiert das Label hochwertige, aber dennoch nicht überteuerte Kleidung.

Wir haben mit Maria Steiner über ihre aktuelle Frühling/Sommerkollektion 2013 "wild at heart" und ihre modische Entwicklung gesprochen:

WOMAN: In welchem Alter hast du begonnen, dich für Mode zu interessieren? Und gab es vielleicht einen bestimmten Anlass dazu?
Maria Steiner: Mit 11 oder 12 habe ich begonnen, Entwürfe zu zeichnen - das Skizzenbuch habe ich übrigens noch. Über Kleidung definieren wir uns, unsere gesellschaftliche Rolle und Identität. In dem Alter beginnt man wohl mit der Suche nach all dem.

WOMAN: Wie würdest du bisher deine Reise durch die Modewelt beschreiben?
Maria Steiner: Ich versuche mich von Kollektion zu Kollektion weiter zu entwickeln, Ideen ausreifen zu lassen und das Ganze in professionellen Produkten umzusetzen. Ich bin sehr auf meine Arbeit fokussiert, der Modezirkus rundherum ist mir da weniger wichtig.

WOMAN: Ist Wien für dich eine Modestadt?
Maria Steiner: Wien hat seinen eigenen Chic. Und es tut sich auch einiges, es gibt viele Impulse und neue Ansätze, die Mode ins Zentrum rücken, hinterfragen und professionalisieren.

WOMAN: Was hat dich zu deiner aktuellen Sommerkollektion inspiriert?
Maria Steiner: Die Kollektion heißt "wild at heart"', es geht um die wilde Seite des sonst so zivilisierten Menschen. Inspiriert hat mich die Spannung zwischen kulturellen Normen und persönlicher Freiheit. In der Kollektion habe ich das umgesetzt in starke Kontraste zwischen harten Kanten, geraden, statuesken Silhouetten in klaren Farben und demgegenüber weich fließende "out-of-shape" Elemente in transparenten, leichten Materialien: Free your mind, free your heart, open up within the narrow boundaries of culture. Light as a bubble, solid as a rock – wear your rough edges on the outside and go wild with your heart. Airy, transparent materials are contrasted by architectonic cuts and distinctive silhouettes. Light colors surround dark flowing shapes.

WOMAN: Hast du einen persönlichen Favoriten daraus?
Maria Steiner: Ich freue mich schon auf besseres Wetter damit ich endlich die helle Jacke mit spitzen Schultern und 3/4-Arm tragen kann.

WOMAN: Welchen Star würdest du gerne in deiner Kollektion sehen?
Maria Steiner: Jede selbstbewusste, eigenständige Frau, die sich darin wohlfühlt.

WOMAN: Welche Fashion-Sünden verbergen sich in deinem Kleiderschrank oder zumindest in deiner Erinnerung?
Maria Steiner: Less things is more space - in meinem Kleiderschrank verbirgt sich wenig... und die Schuld der Sünden der Vergangenheit ist mit ihrer Entsorgung bei einer Altkleidersammelstelle getilgt.

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