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Designer-Strick zum H&M-Schlagerpreis: Nach Dessous nun die neue Rykiel-Kollektion

Am 20. 2. kommt die „Sonia Rykiel pour H&M“-Kollektion in die Läden! Wir trafen Tochter und Chefdesignerin Nathalie vorab in Paris.

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Designer-Strick zum H&M-Schlagerpreis: Nach Dessous nun die neue Rykiel-Kollektion
© H&M/Mathieu Salving

Streifen, Strass und viel Schwarz im Kontrast zu fröhlichen Farben: Mit der Strickkollektion für H&M bleibt Sonia Rykiel ihrem Stil nicht nur treu, sondern zeigt sich auch von ihrer trendigen Seite. Kein Wunder, dass einige der Teile schon vor dem Verkaufsstart Kultstatus genießen … WOMAN traf Nathalie Rykiel, Chefdesignerin und Tochter von Sonia Rykiel, nach der Präsentation zum Talk.

Was hat Sie davon überzeugt, für H&M zu entwerfen?
Ich habe sofort zugesagt, weil die Idee unserer Philosophie entspricht. Wir waren einer der ersten Couturiers, die Mode für eine breitere Klientel angeboten haben. Unsere Philosophie ist es, zu träumen, diese Träume aber auch manchmal wahr werden zu lassen. Also bieten wir die Essenz von Rykiel bei H&M zum erschwinglichen Preis an.

Keine Angst, dass sich das Image von Rykiel verändert?
Keinesfalls! H&M hat sich uns angepasst, nicht wir ihnen. Es gab keine Einschränkungen, wir konnten tun, was wir wollten. H&M ist clever genug, zu wissen, dass sie mit Designer-Koops viel Geld verdienen, also lassen sie uns viel Freiraum.

Und was ist mit verärgerten Stammkunden, denen diese „Massenware“ nicht zusagt?
Unsere H&M-Kollektion ist streng limitiert und nur kurz erhältlich, was sie exklusiv macht. Trotzdem ist Rykiel pour H&M nicht Rykiel. Es ist wie bei einem Maler, der seine Bilder auf Prints oder Karten reproduzieren lässt. Ich kopiere mich lieber selbst, als dass ich kopiert werde.

Was ist Ihre erste Erinnerung an die Mode Ihrer Mutter?
Als ich klein war, mochte ich Wolle nicht, weil sie gekratzt hat. Meine Mutter hat dann begonnen, weiche Strickteile zu entwerfen, und ich habe sie geliebt! Ich finde Strick sexy, weil es wie eine zweite Haut ist.

Inwieweit beeinflusst die Arbeit Ihrer Mutter Ihre Tätigkeit?
Meine Mutter ist die DNA des Labels. Sie ist eine ständige Quelle der Inspiration! Wir haben immer gut zusammengearbeitet, weil wir die gleichen Visionen haben.

Der wichtigste Modetipp von Ihrer Mutter?
Ich habe von ihr nie Ratschläge bekommen, sie ist kein Lehrer-Typ (lacht). Ich denke, allein sie anzusehen war für mich Rat genug!

Woher sonst holen Sie sich Inspiration für Ihre Designs?
Wenn ich verliebt bin, bin ich sehr inspiriert (lacht). Ich muss nicht ans andere Ende der Welt reisen, mir reicht ein Film, eine Ausstellung, ein Gespräch – einfach Neues erleben.

Ihr Erfolgsgeheimnis?
Rykiel ist ein Style, der jede Saison neu interpretiert wird. Kein schneller Trend. Ein Style ist stärker, er ist für immer, sonst wären wir nach 41 Jahren wohl kaum mehr hier (lacht).

Die Top-Stücke der neuen Kollektion sehen Sie in WOMAN 03/2010!

Thema: Design

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