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Desirée Treichl-Stürgkh im WOMAN-Talk

Das Staatsgewalze ist längst nicht mehr alles für die Opernball-Chefin. Lieber kümmert sie sich um ihre Gesundheit, ihre Kinder und ihre Ehe mit Top-Banker Andreas Treichl. Wie sie ihn erdet, wenn sie sich entfremdet, und wie sie mit Betrügern umgeht - uns hat sie es verraten ...


Desirée Treichl-Stürgkh im WOMAN-Talk
© Ernst Kainerstorfer

WOMAN: Neue Töne! Wow! Gratulation, dass Sie das Staatsgewalze endlich mal relativieren.

Treichl-Stürgkh: Das muss man! Es war ganz schön kränkend, als ich im Vorjahr gelesen habe, was die Leute so über mich in diversen Internetforen posteten. Deshalb habe ich meine mediale Präsenz reduziert, das hilft. Ich habe erkannt, dass es mir tausendmal wichtiger ist, dass ich meinen kleinsten Sohn, der gerade auf Krücken humpelt, zur Schule bringen kann. Ich muss nicht überall dabei sein! Meine Söhne gehen mir über alles. Kinder sind das Leben. Deshalb engagiere ich mich trotz der Ballvorbereitungen auch für die „Wiener Lerntafel“. Dort bekommen in- und ausländische Volksschulkinder kostenlos Nachhilfestunden. Ein Benefizevent, den ich mitunterstützte, bringt Geld, um ein neues Quartier zu schaffen, weil die Lerntafel aus allen Nähten platzt.

WOMAN: Nehmen Ihre Jungs auch Nachhilfe?

Treichl-Stürgkh: Nein, die lernen recht gut. Aber sie waren alle in den ersten vier Schuljahren in Integrationsklassen. Pauli ist es noch, Alfred und Jakob sind jetzt schon am Gymnasium. Mein Mann und ich haben sie bewusst in diese multilinguale öffentliche Schule gegeben, weil wir denken: „Irgendwann sind sie eh in ihrem Klüngel und wissen, wer ihre Verwandten sind und wer der Papi ist!“ Aber weil ich selbst bodenständig aufwuchs, will ich, dass sie auch von klein auf ihr Visavis zu schätzen lernen – egal ob das ein Kroate, Serbe, Türke oder Wiener ist.

WOMAN: Das bedeutet auch daheim Multi-Kulti am Nachmittag in den Kinderzimmern?

Treichl-Stürgkh: Natürlich!

WOMAN: Choreografiert deshalb auch eine türkische Tanzschule heuer die Opernball-Polonaise?

Treichl-Stürgkh: Mit der Wahl der Tanzschule von Isi Özdek habe ich wenig zu tun. Dafür ist eine eigene Jury verantwortlich, denn Tanzen ist nicht unbedingt meine Stärke (lacht) . Es ist reiner, aber ein schöner Zufall, dass es ein bisschen „multikulti“ wird – die Diademe von Swarovski designt ja Prinz Dimitri von Jugoslawien. Aber all das ist kein bewusstes politisches Statement.

WOMAN: Auf jeden Fall wird’s wieder viel nackte Haut geben: Dessous-Starmodel Helena Christensen hat sich angekündigt, ebenso Neo-Dancing-Star Dolly Buster …

Treichl-Stürgkh: Frau Christensen, Ehrengast vom Wäschehersteller Triumph, ist mittlerweile eine toughe Businessfrau. Von ihr gibt es keine schlüpfrigen „Playboy“-Fotos. Und Dolly Buster (lacht) durften schon andere Ballchefinnen vor mir begrüßen. Ich habe nichts gegen einen weiteren Dancing Star am Opernball.

WOMAN: Wurden Sie je als Dancing Star angefragt?

Treichl-Stürgkh: Ja. Aber ich bin nicht der Typ, der sich bis in die Unterhose filmen lässt. Ich tanze zwar mit meinen Mädels in der Disco. Doch die Nächte in der Babenberger-Passage sind rar gesät … Häufiger tanze ich mit meinem Mann auf privaten Festen. Andreas führt wunderbar!

Das ganze Interview lesen Sie in WOMAN 03/2012!

Redaktion: Petra Klikovits