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Let's detox!

Unser Körper hat sehr viel zu verdauen. Nicht nur Essen, auch Stress und übermäßige Belastung schlagen sich auf den Magen - und alle anderen Organe. Eine Entgiftungskur lässt das System wieder rund laufen.

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Let's detox!
© Alliance/iStock/Thinkstock

Damit wir uns in unserem Körper wohlfühlen können, müssen wir ihn auch pflegen. Deshalb ernähren wir uns gesund, treiben Sport, machen Entspannungsübungen und fahren auf Urlaub. Doch unsere inneren Organe können nie Ferien machen. Tag für Tag schuften Magen, Darm, Leber, Nieren und diverse Drüsen wie im Bergwerk, um unsere Maschinerie am Laufen zu halten. Nicht immer kommen sie mit allem nach. Stoffwechselendprodukte und Gifte lagert der Körper dann im Bindegewebe ab. Um diese Toxine loszuwerden, muss man seine Organe auf Urlaub schicken: mit einer Entgiftungskur. Denn wenn wir Darm und Leber in den Schongang versetzen, bekommt der Körper die Energie, alte Schadstoffe auszuscheiden. Das merkt und sieht man auch. Die Haut wird strahlender, Dellen werden weniger, der Blähbauch verschwindet, die Verdauung renkt sich ein. Und es gibt noch eine gute Nachricht: So schwierig ist das gar nicht zu bewerkstelligen. Mit etwas Zeit und Durchhaltevermögen ist eine Entgiftungskur ganz einfach im Alltag umzusetzen. Gemeinsam mit Ernährungswissenschaftler und Yogalehrer Axel Dinse haben wir den besten Fahrplan für dich ausgearbeitet.

So funktioniert es.

Das Grundgerüst ist simpel: Eine Woche lang Essen auf Sparflamme. Nein, nicht mengenmäßig, es geht beim Entgiften weder ums Hungern noch ums Abnehmen. Aber um die Auswahl der Lebensmittel. Denn in dieser Zeit sind tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch oder Eier, Alkohol und Genussmittel und vor allem Zucker tabu. Denn alle diese Lebensmittel wirken säurebildend im Körper. Auf dem Speiseplan stehen dafür viel (grünes) Gemüse, Kartoffeln, mineralstoffreiches Getreide, Algen, Sauerkraut und scharfe Pflanzenstoffe. Die werden nämlich basisch verstoffwechselt, helfen dem Körper, Gifte auszuscheiden und kurbeln die Fettverbrennung an.

Aufbau.

Nach dieser strengen Woche folgt eine Aufbauwoche, in der du dich wieder an deine normale Ernährung herantastest. Das heißt, Tag für Tag kommen die verbotenen Lebensmittel wieder auf den Speiseplan. Zuerst Milch und Eier, dann Käse, danach Fisch und zum Schluss Fleisch. Zucker und Alkohol gibt es erst nach Ablauf der vollen zwei Wochen wieder. In dieser Zeit kann der Körper sehr viel Entgiftungsarbeit leisten. Wer besonders motiviert ist, dehnt auf drei Wochen aus. Wer wirklich nur wenig Zeit hat, kann auch mit einem verlängerten Wochenende einen wertvollen Anstoß liefern. Doch egal, wie viel Zeit du in deinen Körper investierest, das Grundprinzip ist immer gleich.

Darmreinigung.

Als Erstes muss der Darm von seinem gesamten Inhalt befreit werden. Denn in seinen Zoten und Schlingen können sich Rückstände so richtig gut festsetzen. Um die loszuwerden, gibt es jeden morgen ein Glas lauwarmes Wasser, in dem ein gestrichener Teelöffel Bittersalz aufgelöst wird. Das nicht ganz wohlschmeckende Getränk sorgt dafür, dass sich im Darm Flüssigkeit sammelt und alte Ablagerungen losgelöst und ausgeschwemmt werden. Keine Sorge, du musst nicht überfallsartig einen dringenden Toilettenbesuch fürchten. Das geht langsam und kontinuierlich über mehrere Tage und ist sehr schonend. Wer sich gar nicht zum Bittersalz überwinden kann, darf täglich ein Glas warmes Wasser mit Zitronensaft und Ingwer trinken. Das ist aber nicht so effektiv.

Speiseplan.

Essen darfst und sollst du übrigens, bis du satt bist. Es geht nämlich nicht darum, Kilos zu verlieren. Viel wichtiger ist es, den Darm wieder dazu zu bringen, im täglichen Leben effektiver zu arbeiten. Durch die schonende Kost sind das eine oder andere Kilo weniger aber ein sehr üblicher Nebeneffekt. Starte mit einer ordentlichen Portion Haferbrei in den Tag: Haferflocken in Wasser aufkochen, Rosinen, Zimt oder Kakaopulver und etwas Ahornsirup dazu geben, eventuell noch ein paar Apfelspalten mitdünsten. Das sättigt lange und liefert jede Menge Spurenelemente und Mineralstoffe. Wichtig: Gib einen Teelöffel Leinöl dazu. Die ungesättigten Fettsäuren helfen beim Fettabbau und sorgen für wertvolles Omega 3. Wer nicht so viel Zeit hat, isst ein Dinkel-, Roggen- oder Kamutweckerl (kein Weizen!) mit Cottagecheese, Frischkäse oder Topfen. Kaue jeden Bissen ausgiebig, damit die Vorverdauung schon im Mund beginnt. So lernen wir, auch im sonstigen Leben, nicht alles so schnell hinunterzuschlingen. Tipp: Diese Lebensmittel helfen beim Entgiften.

Schonend.

Zu den anderen Mahlzeiten gibt es Gemüsesuppen, gedünstetes (grünes) Gemüse, Vollkornreis, Hirse, Amaranth, Kartoffeln mit Topfen, Polenta mit Schafkäse... Bei all diesen Speisen kommt es auf die darmschonende Zubereitung an. Deshalb alles kochen oder dünsten, nicht braten. Beim Würzen mit dem Salz sparen, dafür Kräuter und Gewürze großzügig einsetzen. Gib deiner Experimentierfreude Raum. Viele dieser Speisen sind übrigens auch familientauglich. Wenn du für Partner und Kinder noch ein Stück Fleisch dazu brätst, kommt jeder zu einem gesunden, ausgewogenen Essen.

Nebenwirkungen.

Wenn du dich so ernährst, schaltet dein Körper schnell auf Entgiftungsmodus um. Das merkst du auch. Achte darauf, dass du an den ersten Tagen nicht zu viel Stress hast. Du bist wahrscheinlich müde und eventuell auch abgespannt. Es kann sein, dass du Kopfschmerzen bekommst, oder dass die Verdauung verrückt spielt. Das ist die so genannte Entgiftungskrise. Nach drei oder vier Tagen ist die aber vorbei. Dann hast du auf einmal viel mehr Energie, der Körper fühlt sich leichter an, du beginnst regelrecht von innen zu strahlen. Bauchmassagen, Entspannungsübungen und sanfte Bewegung, wie Spaziergänge oder entspannendes Yoga, helfen über die Müdigkeit hinweg und verstärken die entgiftende Wirkung.

Motivationsschub.

Für all das braucht man natürlich schon ein bisschen Selbstdisziplin. Ein paar Tricks helfen, die nötige Motivation zu bekommen. Suche dir im Kalender zwei Wochen, in denen kein besonderer Stress zu befürchten ist oder wichtige Partys anstehen und trage die Entgiftung fix ein. Erzähle ruhig anderen, was du planst. Wenn man nach der Erfolgskurve befragt wird, hat man mehr Motivation, dran zu bleiben. Gönne dir zwischendurch eine Massage, eine Lymphdrainage oder eine Gesichtsbehandlung. Das tut gut und unterstützt die entgiftende Wirkung. Wenn du das durchhältst, wirst du dafür reich belohnt. Die Haut strahlt von innen, Unreinheiten verschwinden, der Po wird glatt wie bei einem Baby. Und im Kopf stellt sich ein herrliches Hochgefühl ein.