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Diagnose Brustkrebs: Die 36-jährige Kerry Mansfield berichtet über ihre schwere Zeit

Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebsart bei Frauen, auch die 36-jährige Kerry Mansfield war davon betroffen. In WOMAN berichtet sie exklusiv über diese schwere Zeit.


Diagnose Brustkrebs: Die 36-jährige Kerry Mansfield berichtet über ihre schwere Zeit
© Kerry Mansfield

Mit 31 Jahren erhielt Kerry Mansfield die Diagnose Brustkrebs. Für die junge Fotografin aus San Francisco ein Riesenschock – von einem Tag auf den anderen wurde ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Es folgte ein langer Kampf gegen den Krebs. Und was die Krebszellen nicht geschafft hatten – sie umzubringen –, das gelang beinahe der extrem aggressiven Chemotherapie, die heftige allergische Reaktionen hervorrief. Für die Amerikanerin war der einzige Weg, mit dem Schmerz umzugehen, ihren Zustand fotografisch festzuhalten – von der Diagnose im November 2005 bis zum Brustwiederaufbau im Februar 2007. Die berührende Serie „Aftermath“ (deutsch: Nachwirkungen) ist ein Dokument –ihrer Krankheit. Vor neutralem Hintergrund fotografierte sich Mansfield in regelmäßigen Abständen. Auch hielt sie Familie und Freunde per E-Mail über ihr Befinden auf dem Laufenden.

Betreff: Ihr solltet euch … vielleicht hinsetzen. Ich habe die Diagnose Brustkrebs bekommen. Einige von euch werden jetzt sicher sagen: „Was?!“ Ja, das war auch meine Reaktion. Aber ich möchte euch alle wissen lassen, dass es mir GUT GEHT. Im Moment wissen „wir“ (ich und mein Krebsteam, dem beizutreten ihr alle herzlich eingeladen seid) nicht sehr viel:
1. Ich habe ein „invasives duktiles Karzinom“. Es ist ein „langsam wachsender“ Tumor, aber schon so groß wie eine Murmel, die in meiner Brust fühlbar ist. Zwei andere Bereiche in der Nähe meiner Lymphknoten sind eventuell auch betroffen.
2. Ich treffe am Dienstag einen Chirurgen für ein erstes Gespräch zu meiner Behandlung.
3. Meine Behandlung wird sehr aggressiv sein, da ich so jung und gesund bin (innerliches Lachen) . Das bedeutet Chemotherapie und Bestrahlung.

Es ist verdammt unangenehm, aber ich habe nicht den Plan, in der nächsten Zeit zu sterben. Ich werde diesem ganzen Mist einen Tritt in den Hintern verpassen und in die Zukunft blicken. Ich hoffe, gelegentliche Update-E-Mails sind o. k. für euch, da es für mich zeitlich und emotional wesentlich einfacher ist, die Neuigkeiten an alle gleichzeitig zu senden. Bitte nehmt es nicht persönlich, wenn ich nicht zurückrufe. Diese E-Mail geht nur an meine engsten Freunde, und ich hoffe, jeder Einzelne von euch weiß, wie wichtig er mir ist. Wenn jemand von euch mit mir reden möchte, schickt mir eine Mail, oder hinterlasst mir eine Nachricht.
Tausend Dank an jene, die bereits angerufen haben. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel mir das bedeutet. Ich plane, dem Krebs so zu begegnen wie jeder Herausforderung in meinem Leben: etwas daraus lernen und überleben.

LESEN Sie mehr zu dieser berührenden Geschichte in WOMAN 18/2010!

Redaktion: Pia Kruckenhauser