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Übergewicht trotz Diät und Sport?

Täglich Sport treiben, kalorienreduziert essen, teilweise sogar schon hungern und trotzdem zunehmen? Eine Diätresistenz kann erstaunliche Ursachen haben!

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Übergewicht trotz Diät und Sport?
© Thinkstock

Eigentlich ist es doch so einfach: Du isst weniger, betreibst regelmäßig Sport, ernährst dich gesund und nimmst dadurch ab. Doch die Sache hat einen großen Haken: Dein Körper spielt nicht mit!

Hier ist zum einen der Grundumsatz ausschlaggebend. Der Körper braucht täglich ein Mindestmaß an Kalorien, um die wichtigsten Funktionen aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, diesen Grundumsatz nicht zu unterschreiten, denn dann bekommt der Körper nicht die nötige Energie, stellt auf Energiesparmodus um und du nimmst scheinbar ab. Allerdings nur Masse und Wasser, nicht aber das gewünschte, eingelagerte, unnötige Körperfett. Das baut der Körper nur langsam ab, da er nicht weiß, wie lange diese scheinbare "Notsituation" andauert. Wer dann wieder etwas mehr isst, nimmt deutlich schneller zu, da der Körper sich Reserven für die nächste "Notsituation" aufbaut und speichert. Und schon hat man den gut bekannten und allseits verhassten Jojo-Effekt !

Wer sich mit Diäten plagt, Sport betreibt bzw. auf die Bewegung achtet und trotzdem nicht abnimmt, der hat ein echtes Problem.

In den meisten Fällen handelt es sich bei dieser Diätresistenz um die falsche Wahrnehmung. Untersuchungen haben gezeigt, dass betroffene Personen sich oft nicht bewusst waren, wo sich die Kalorien verstecken und wieviel der oder diejenige tatsächlich täglich zu sich nahm.

Dick trotz Diät?

Doch es gibt auch Fälle, in denen sich die Kilos trotz Diät und Bewegung einfach nicht verabschieden wollen. Das kann die unterschiedlichsten Ursachen haben:

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Durch Sport wird zwar Fett ab-, aber Muskelmasse aufgebaut. Das bedeutet, dass man durchaus an Gewicht zulegen kann und wird, sofern man regelmäßig Sport betreibt. Doch hierbei handelt es sich um eine positive Gewichtszunahme und der Körper wird neu modelliert und Fettpölsterchen werden verschwinden.

2

Stress ist mit dem Thema Diätresistenz besonders stark verbunden. Zwar ist positiver Stress gut für den Körper, da Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet werden und so der Organismus mehr Energie zur Verfügung hat, doch dieser Stress lässt den Körper auch nicht dicker werden.
Ausschlaggebend für die Diätresistenz ist negativer, latenter Stress, der durch anhaltende, belastende Situationen hervorgerufen wird. Hier wird vor allem Cortisol ausgeschüttet, das einerseits die Bildung von Bauchfett begünstigt und andererseits auch das Verlangen nach Frustessen weckt.
Tipp: Um diesem negativen Zunehm-Faktor entgegen zu wirken, sollte man die Ursache der Stresssituation finden und wenn möglich ändern!

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Auch Menschen mit Schlafmangel können an einer Diätresistenz leiden. Durch zu wenig Schlaf, wird im Gehirn der Neurotransmitter Orexin ausgeschüttet, der dafür verantwortlich ist, dass du mehr Hunger hast.

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Schilddrüsenproblem ! Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann ebenso schuld an der Gewichtszunahme sein. Wenn die Drüse zu wenig Thyroxin produziert, kommt es zu einem Hormonmangel und dadurch auch zu einem zu niedrigen Grundumsatz, der ausschlaggebend für zahlreiche Stoffwechselstörungen ist. Neben der Gewichtszunahme wurden weitere Symptome genannt, so etwa Frösteln, Müdigkeit und Antriebsschwäche.
Tipp: Eine Schilddrüsen-Unterfunktion lässt sich vom Arzt schnell und einfach durch einen Bluttest feststellen.

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Cushing-Syndrom bzw. Hyperkortisolismus : Eine eher seltene Krankheit ist das Cushing-Syndrom, das Wassereinlagerungen und eine Gewichtszunahme verursacht. Frauen sind davon viermal häufiger betroffen als Männer. Typisch dafür sind ein rundes, rotes Gesicht und ein Stiernacken, der durch die Fettansammlungen zwischen den Schultern entsteht. Bei dieser Krankheit wird im Körper zu viel Cortisol gebildet und ins Blut abgegeben.

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Nie satt sein! Eine weitere, seltene und genetische Störung ist der angeborene Leptinmangel, der dazu führt, dass kein Sättigungsgefühl eintritt. Betroffene haben ständig Hunger, da das fehlende Fettstoffwechselhormon dem Gehirn nicht signalisiert, dass man eigentlich satt ist.
Es handelt sich hier jedoch um eine sehr seltene Erbkrankheit, die vom Arzt mittels Tests und Untersuchungen diagnostiziert werden muss.

Kommentare

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Also nichts für ungut, ich finde den Artikel sehr informativ. Aber Punkt Numero 1 stimmt da auch nicht ganz. Sport baut nicht generell Muskelmasse auf, zumindest nicht so stark. Da kommt es auch auf die Art des Sportes an. Wer zum Beispiel viel Ausdauersport macht, der wird kaum Muskelmasse aufbauen. Wer allerdings Aerobic oder gar Fitnesscenter zur Hilfe nimmt, der legt bald zu.