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Die andere Familie: Mutter, Mutter, Kind!

Barbara, 38, hat einen Sohn. Ihre Lebensgefährtin Gaby, 38, möchte den Zehnjährigen nun adoptieren. Ihr Antrag wurde abgelehnt. Jetzt kämpfen beide Frauen um ihr Recht …


Die andere Familie: Mutter, Mutter, Kind!
© John Peta Veres

Aus dem Schornstein des alten burgenländischen Bauernhauses kräuselt sich heller Rauch gegen den dunklen Winterhimmel. In der gemütlichen Stube ist es wohlig warm. Die kleine Familie sitzt beim Abendessen und lässt sich die Spaghetti gut schmecken. Die Pädagogin Barbara, 38, ihr zehnjähriger Sohn Emil und ihre gleichaltrige Lebensgefährtin Gaby. Drei, die sich lieben und die auch vor dem Gesetz eine „richtige“ Familie sein möchten. „Ich lebe jetzt schon sechs Jahre mit Babsi zusammen, der Emil ist für mich wie mein leiblicher Sohn, deshalb möchte ich ihn adoptieren“, sagt Gaby. Die Spitzenmanagerin erklärt: „Ich möchte in entscheidenden Fragen, die den Emil betreffen, auch ganz offiziell mitreden dürfen. Was ist, wenn der Barbara einmal etwas passiert? Oder wenn sie mal keine Zeit hat, zum Elternsprechtag zu gehen, oder Ähnliches? Aber leider sind wir halt kein ‚normales‘ Hetero-Paar. Und das macht alles sehr kompliziert …“

Adoptionsantrag abgelehnt. Das Bezirksgericht Eisenstadt hat den Adoptionsantrag von Gaby vor wenigen Wochen abgelehnt. Kurze Begründung des Richters: „Das Kind hat schon eine Mutter, es braucht ja keine zweite.“ Etwas, womit sich die zwei Frauen nicht zufrieden geben möchten. Ihr Fall wird demnächst in der nächsten Instanz am Eisenstädter Landesgericht weiterverhandelt. Barbara: „Das ist eine extreme Benachteiligung unverheirateter homosexueller Paare. Bei ledigen Heteros darf der eine das Kind vom anderen sehr wohl adoptieren. Die Mutter: „Wo bleiben da eigentlich die Grund- und Menschenrechte?“

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