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Die besten Länder für Mütter: Österreich weltweit bei Studie nur an 26. Stelle von 160

Dass nordeuropäische Länder wie Norwegen, Schweden, Finnland oder Island bei der Gleichstellung von Mann und Frau top sind, ist nichts Neues. Doch auch der gerade veröffentlichte "Mutter-Index" zeigt, dass diese Länder auch die besten für Mamas sind. Österreich erreichte nur Platz 26 von 160 untersuchten.


Die besten Länder für Mütter: Österreich weltweit bei Studie nur an 26. Stelle von 160
© Corbis

In dem mittlerweile elften Jahresbericht der Kinderrechtsorganisation Save the Children, "Mothers' Index", zeigte sich, dass es Mütter in Norwegen oder Australien am besten haben, wenn es um Gesundheitsversorung, Bildung oder Lohngerechtigkeit geht – am schlechtesten geht es den Müttern in Afghanistan. Obwohl hauptsächlich europäische Länder die Toppositionen des "Mutter-Index" dominieren, erreichte Österreich nur Platz 26. Somit liegt Österreich hinter Nachbarländern wie Deutschland (9.), der Schweiz (15.), Slowenien (16.), Ungarn (17.) oder Tschechien (23.).

Die Rangliste – die besten und schlechtesten 10
1. Norwegen
2. Australien
3. Island
3. Schweden
5. Dänemark
6. Neuseeland
7. Finnland
8. Niederlande
9. Belgien
9. Deutschland

151. Äquatorialguinea
152. Eritrea
152. Sudan
154. Mali
155. Demokratische Republik Kongo
156. Jemen
157. Guinea-Bissau
158. Tschad
159. Niger
160. Afghanistan

Alarmglocken bei Entwicklungsländern
Während in Norwegen praktisch bei jeder Geburt Fachpersonal vor Ort ist, bekommen in Äthiopien nicht einmal sechs von 100 Frauen professionelle Hilfe bei einer Geburt. Auch in Afghanistan und dem Tschad sind es weniger als 15 von 100 Frauen. In Niger beispielsweise stirbt eine von sieben Müttern während der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Ähnlich ist es in Afghanistan und Sierra Leone: eine von acht Frauen muss ihr Leben vor oder bei der Geburt ihres Kindes lassen.
Nicht nur Mütter müssen die Geburt ihres Kindes mit dem Leben bezahlen, auch die Kindersterblichkeit in den letztplatzierten Ländern ist erschreckend hoch: so stirbt eines von vier afghanischen Kindern vor dessen fünften Geburtstag. Ganz anders sieht es bei der Mütter- und Kindersterblichkeit in Europa aus: in Griechenland oder Italien beispielsweise liegt die Sterblichkeit von Müttern bei eins zu 25.000 Müttern, in Irland gar bei eins zu 47.600. In nordeuropäischen Ländern wie Finnland, Island oder Schweden erlebt außerdem eins von 333 Kindern den fünften Geburtstag nicht.

Ausbildung und Lohn
Durchschnittlich nur fünf Jahre besuchen Mädchen und Frauen in Afghanistan, Angola, dem Tschad, Dschibuti, Eritrea und Guinea-Bissau eine Schule – in Australien sind es immerhin 20. Ähnlich sieht es auch bei der Lohnarbeit bei Frauen aus. 12-16 Prozent von dem, was ein Mann in Saudi-Arabien verdient, bekommt eine Araberin für dieselbe Leistung. In Jordanien, dem Libanon, Syrien und dem Jemen sind es ebenfalls nur 25 Prozent dessen, was ein Mann an Lohn bekommt.

Ziel: Mehr Geld für Bildung und Gesundheit
Der Apell von Save the Children ist mehr Ausgaben für Bildung sowie auch für die Gesundheitsvorsorgung. Besonders ist diese Forderung auch an die USA gerichtet, die zwei Plätze hinter Österreich auf der 28. Stelle liegt.