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Die neuen Yoga-Trends

Yoga-Stile gibt es zahlreiche. Wir zeigen, was die neuesten Yoga-Trends sind – und verraten, wie gesund die Bewegungslehre wirklich ist.


Die neuen Yoga-Trends
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Fakt ist: Die Bewegungskunst Yoga ist weder eine Sportart noch eine Religion, sondern vielmehr ein ganzheitliches Training. Doch was steckt eigentlich hinter der indischen Bewegungslehre? Übersetzt bedeutet das Sanskrit-Wort "Yoga" soviel wie "Vereinigung" oder "integration". Die Wurzeln liegen in Indien, bei uns hat sich die Bewegungslehre im 20. Jahrhundert durchgesetzt, aber in einer etwas abgeschwächten Form.

In Indien hat Yoga eine stärkere spirituell-geistige Ausprägung. Bei uns im Westen ist es mehr körperbetont. Heute gibt es Yoga-Arten wie Sand am Meer. Heiß umstritten ist das immer beliebtere Bikram oder Hot Yoga . Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei 38 Grad werden 26 Yoga-Positionen (Asanas) durchgeführt, getrunken darf nur werden, wenn es der Lehrer erlaubt. Erfunden wurde diese heiße Version vom Inder Bikram Choudhury. Er beschreibt seine Arbeit folgendermaßen: "Ich rette und verändere das Leben der Menschen." Seines hat er allemal verbessert, denn der selbsternannte Guru hat mit seiner Methode bereits Millionen verdient. Und nur wer in L.A: die Ausbildung bei ihm macht, darf offiziell Bikram Yoga unterrichten und dann auch gleich monatlich brav fürs Patent zahlen.

Trend: AntiGravity Yoga

Ein weiterer neuer Trend – ebenfalls aus den USA – ist das AntiGravitiy Yoga. Hier hängt man in einem trapezförmigen Tuch und führt verschiedene Asanas aus. Das soll nicht nur sicheren Halt bei bestimmten Übungen geben, sondern auch ein "akrobatisches Gefühl" hervorrufen.

Weitere Yoga-Trends:

Acro Yoga

Diese Form verbindet das spirituelle Wissen des Yoga, Elemente der Thai-Yoga-Körperarbeit (Nuad) und die dynamische Kraft der Akrobatik. Diese drei traditionellen Linien sind die Wurzeln von Acro Yoga und sollen Vertrauen, Verbundenheit und Verspieltheit fördern. Dabei gibt es sieben Hauptelemente: Circle Ceremony, Asanas Warm-up, Partner Flow, Thai Massage, Therapeutic Flying, Umkehrhaltung und Spotting (Hilfestellung) sowie die Partnerakrobatik. Auch diese Yoga-Form stammt aus Kalifornien und wurde 2003 von Jason Nemer und Jenny Sauer-Klein begründet.

Lach-Yoga

Hier handelt es sich um eine Kombination von Atem- und Dehnübungen aus dem Hatha-Yoga, verbunden mit pantomimischen Übungen, die zum Lachen anregen. Diese Methode wird vom indischen Arzt Dr. Madan Kataria seit 1955 verbreitet. Übrigens: Humor ist keine Voraussetzung!

AntiGravity Yoga

Dieser Yoga-Trend ist eine Kombination aus Yoga, Pilates , Gymnastik, Tanz und Ballett und hat – wie fast alle Fitness-Neuheiten – seine Wurzeln in Amerika. 2007 hat der Kunstturner Christopher Harrison das Schwerkraft-Yoga gegründet, nun ist es auch in Österreich angekommen. Beim AntiGravity Yoga schwebt man in einem Meter Höhe in einem trapezförmigen Tuch. Mit, an und in diesem werden zahlreiche Übungen durchgeführt, die auf den klassischen Yoga-Asanas basieren. So sind viele Positionen leichter umsetzbar, wie etwa die einbeinigen Stellungen. Weitere Vorteile: Die Wirbelsäule wird entlastet, die Hüfte kann besser geöffnet werden.

Kinder- und Familien-Yoga

In Deutschland ist Kinderyoga bereits an einigen Schulen als Pflichtfach eingeführt worden. In Österreich werden immer mehr Kurse für Kinder ab drei Jahren angeboten. Die großteils spielerische Zugangsweise, mit dem Körper, den Sinnen und der Fantasie zu lernen, steigert die Konzentration und hilft den Kindern, sich selbst und andere zu akzeptieren und wertzuschätzen.

Besonders beliebt ist die Variante, bei der Eltern oder Großeltern im Kurs dabei sind. Dabei werden verschiedene Partnerübungen und gemeinsame Atemtechniken durchgeführt.