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Sexual Health Day: Diese Geschlechtskrankheiten werden gegoogelt

Zum Welttag der sexuellen Gesundheit zeigt ein Medizin-Portal auf, welche sexuell übertragbaren Krankheiten von den Deutschen besonders oft gegoogelt werden.

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Sexual Health Day: Diese Geschlechtskrankheiten werden gegoogelt
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Rund um das Thema "sexuelle Gesundheit" herrschen noch viele Mythen und ein großer Teil ist sich bezüglich Symptome, Auswirkungen und der Übertragbarkeit von Geschlechtskrankheiten immer noch unsicher. Schnell werden Begriffe in Suchmaschinen eingegeben, Krankheitsbilder analysiert und schnelle Schlüsse gezogen, bevor überhaupt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht wird. Laut APA haben 214 Millionen Frauen weltweit keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Aber auch zahlreiche Mythen, wie zum Beispiel der Einsatz von Cola-Spülungen, um Schwangerschaften zu vermeiden, halten sich laut Petra Bayr, der SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, hartnäckig. Anlässlich des Welttags der sexuellen Gesundheit am 4. September spricht sie sich faktenbasierte Sexualerziehung aus. Dazu solle es laut der Abgeordneten mehr Mittel für die Aufklärungsarbeit in Kindergärten und Schulen geben.

Bei welchen Geschlechtskrankheiten herrscht Unsicherheit?

Über Geschlechtskrankheiten wird selbst im Freundes- und Familienkreis nur selten gesprochen. Vermutlich ist das der Grund, warum die meisten Menschen erst einmal einen Blick ins Internet werfen, bevor sie mit den Personen in ihrem Umfeld oder gar einem Arzt oder einer Ärztin sprechen. Das Telemedizin-Portal Fernarzt hat anlässlich des Sexual Health Day eine Analyse durchgeführt. Sie zeigt auf, welche sexuell übertragbaren Krankheiten die Deutschen besonders oft googeln. Dafür wurden insgesamt über 300.000 aktuelle Google-Suchanfragen in den 20 größten Deutschen Städten angeschaut. Eine Krankheit ist dabei durchweg dominant: Und zwar die Krätze, auch unter dem Fachbegriff Skabies bekannt. Knapp ein Drittel aller Suchanfragen rund um Geschlechtskrankheiten wurden zum Thema Skabies gestellt. Besonders stark ist das Interesse in westdeutschen Städten.

15 Prozent aller Suchanfragen entfallen hingegen auf das HIV-Virus. Hepatitis beschäftigt 14 Prozent der Userinnen und User. Über Chlamydien forschten durchschnittlich 13,5 Prozent im Internet. 12 Prozent wollten mehr über Genitalwarzen wissen. Über Syphilis und Tripper informierten sich jeweils 7 Prozent der Userinnen und User. Genitalwarzen waren vor allem in München, Frankfurt und Hannover ein überdurchschnittlich wichtiges Thema, während in Berlin Syphilis und in Stuttgart Tripper häufiger gegoogelt wurden.