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Wie geht es eigentlich Fußballern mit einer Rot-Grün-Schwäche?

Der dänische Fußballspieler Thomas Delaney tat sich beim Testspiel gegen Mexiko ganz schön schwer: Rote und grüne Trikots, weiße Shorts.

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Thomas Delaney
© Getty Images

Ungefähr 9 Prozent der Männer und 1 Prozent der Frauen sind von Farbfehlsichtigkeit betroffen. Farbfehlsichtigkeit, darunter zählt auch die Rot-Grün-Schwäche, ist genetisch bedingt, also angeboren. Eine Form von Farbfehlsichtigkeit ist die Schwierigkeit, die Farben Rot und Grün zu unterscheiden. Eigentlich lässt sich der Alltag mit dieser Sehschwäche ja ganz gut meistern. Doch wenn es – wie im Fußball – darauf ankommt, genau diese beiden Farben zu unterscheiden, kann es ganz schön schwierig werden. So ging es dem dänischen Fußball-Nationalspieler Thomas Delaney, der beim Testspiel gegen Mexiko mit dieser Schwierigkeit zu kämpfen hatte. Er und seine Mitspieler im roten, die Gegner in grünen Trikots. Großes Problem: Beide Teams hatten weiße Shorts an. So sahen die Spieler für den Dänen ziemlich ähnlich aus. Thomas Delaney ist ja eigentlich die grünen Trikots seines ehemaligen Vereins Werder Bremen gewohnt. Aber auch wenn er schon oft gegen Gegner mit roten Trikots angetreten ist – an den Shorts konnte er sie zumindest immer unterscheiden. Ab 1. Juli steht er übrigens bei Borussia Dortmund unter Vertrag.

"Es war etwas schwer zu sehen, mit wem ich in einem Team war und gegen wen ich spielte", verriet der 26-Jährige dem Radiosender P3. Aber nicht nur der Fußballer hatte Probleme die Teams zu unterscheiden. Auch das Fernsehpublikum tat sich schwer. Und wir alle wissen: Beim Fußball geht's oft heiß her! "Wenn es schnell geht und ich die Leute aus dem Augenwinkel sehe, kann es etwas schwierig werden", so der Nationalspieler gegenüber dem Radiosender. In der Gruppenphase sollte es aber keine Probleme geben. Die Dänen spielen noch gegen Frankreich (blau), Australien (gelb und dunkelgrün) und Peru (weiß). Das Testspiel ging übrigens gut aus: Die Dänen gewannen 2:0.

thomas
Thema: Fußball