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Dinge, die ein Läufer wissen muss – WOMAN verrät, worauf Sie achten müssen

Die positiven Auswirkungen des Laufens sind so überzeugend, dass immer mehr Menschen damit beginnen. Dabei schleichen sich oft Fehler ein, die dem Training seine Effektivität nehmen. WOMAN klärt die häufigsten Irrtümer auf.


Dinge, die ein Läufer wissen muss – WOMAN verrät, worauf Sie achten müssen
© Thinkstock

Das Runner’s High gibt es gar nicht
Immer wieder hört man, dass langes Laufen zum totalen Glücksgefühl, dem so genannten Runner’s High, führt. Tatsächlich werden beim Sport Endorphine freigesetzt, die zu einem gewissen Glücksgefühl führen. Ein schmerzfreier Zustand mit überschäumenden Emotionen wartet aber auch beim härtesten Training nicht hinter der nächsten Wegbiegung. Was viele Sportler dagegen kennen, ist das Gefühl, dass das Training an einem Tag scheinbar mühelos funktioniert und sie richtiggehend beschwingt sind zum Abschluss. Die Euphorie kommt daher, etwas für den eigenen Körper getan zu haben. Genießen Sie also jede einzelne Laufrunde und sollte das gute Gefühl sich einmal absolut nicht einstellen, dann ist es auch ok, das Training vorzeitig abzubrechen. Denn sich quälen verdirbt jede Lust am Sport.

Gute Läufer schwitzen stärker
Je mehr man läuft desto besser ist die Ausdauer, desto weniger schwitzt der Körper: Diesem Irrglauben unterliegen viele Nichtläufer. Dabei verhält es sich genau umgekehrt. Durch die Trainingsleistung muss der Körper stärkere Kühlungsleistung erbringen, dadurch verbessert sich die Leistungsfähigkeit der Schweißdrüsen. Ein trainierter Läufer verliert bei Belastung über zwei Liter Schweiß in der Stunde, ein untrainierter dagegen weniger als einen Liter.

Besser unregelmäßig als gar nicht trainieren
„Mindesten dreimal pro Woche muss man trainieren, sonst bringt es gar nichts!“ Diesen Satz bekommt man immer wieder von eingefleischten Läufern zu hören. Fakt ist aber, dass uns das Leben immer wieder einen Strich durch diese Rechnung macht. Das heißt aber nicht, dass man das Training dann gleich ganz bleiben lassen kann. Es gibt keine Muss-Werte für ein effektives Training. Natürlich ist dreimal besser, als einmal. Aber am Ende der Woche ist jede bewegte Minute sinnvoll.

Wann man läuft, spielt keine Rolle
Für die Gesamtenergiebilanz des Tages ist es egal, wann Sie ihr Training machen und zusätzliche Kalorien verbrennen. Die Erfahrung lehrt, dass alles, was einmal erledigt ist, gut ist. Wenn Sie gleich in der Früh laufen, können Sie über den Tag keine Ausrede mehr finden, warum es doch nicht geht und oft kommt es ja tatsächlich im Laufe des Tages zu unvorhergesehenen Verzögerungen. Wenn Sie also eher der Morgentyp sind, dann laufen Sie noch vor dem Büro. Die Nachteulen unter uns sollen ruhig den Abend nehmen. Hauptsache ist, dass Sie laufen.

Seitenstiche kommen nicht durch falsches Atmen
So genau weiß man eigentlich nicht, wieso Seitenstiche auftreten, genauso wenig wie es ein sicheres Mittel dagegen gibt. Fest steht, dass sie nicht durch falsches Atmen kommen. Viel größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch zu schnelles Laufen oder vollen Magen kommen. Obwohl auch hier viele Läufer andere Erfahrungen gemacht haben. Wenn die schmerzhaften Stiche kommen – vor denen übrigens auch Profisportler nicht gefeit sind –, sollten Sie ihr Tempo verlangsamen, eventuell sogar eine Weile gehen, bis die Schmerzen wieder vorbei sind. Alles andere hat leider nur sehr wenig Nutzen.

MEHR zum Thema "Laufen" lesen Sie in WOMAN 21/2010!

Redaktion: Pia Kruckenhauser