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Der Dirndl-Knigge

Bind ich die Masche links, rechts oder in der Mitte? Gehen nur Ballerinas, oder auch Booties? Wir finden, dass man nicht alle Regeln streng befolgen muss – aber kennen sollte man den Trachten-Dresscode schon!

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Der Dirndl-Knigge
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Die Bluse:
Bitte niemals schulterfrei und auf gar keinen Fall ganz ohne! Ansonsten gilt: Nicht jeder Oberarm ist für einen kurzen, zarten Blusenärmel geeignet. Das Gleiche gilt füs Dekolleté: Frau muss nämlich nicht immer alles präsentieren, was sie hat. Vor allem dann nicht, wenn es sehr, sehr üppig ausfällt. Auch hier kann der richtige Blusenschnitt echte Wunder wirken, ohne dass man dabei prüde ausschaut!

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Das Mieder:
Das traditionelle Leib (oder auch Mieder genannt) wird mit Haken, Ösen, verschiedenartigen Knöpfen oder Schnürungen verschlossen – niemals mit einem Reißverschluss!

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Die Qualität:
Hier gilt: Baumwolle, Leinen, Seide, Samt, Loden und andere Naturmaterialien sind erlaubt. Organza und alles andere, was synthetisch knistern könnte, geht gar nicht. Nie!

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Die Passform:
Ein Dirndl muss richtig gut sitzen. Das heißt, das Mieder muss wie angegossen anliegen. Wenn Sie ein Dirndl von der Stange kaufen, lassen sie es sich unbedingt von einer Schneiderin an deinen Körper anpassen!

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Die Schürze & der Unterrock:
Beide müssen drei Zentimeter kürzer sein als der Rocksaum. Bewegung (z. B. beim Tanzen) zu sehen sein! Was die Schürze betrifft, gilt folgender "Dress-Code": Schleife links: Die Trägerin ist ledig. Schleife rechts: Die Trägerin ist verheiratet bzw. fest vergeben. Schleife vorne: Die Trägerin ist Jungfrau. Schleife hinten: Die Trägerin ist Witwe. Ausnahmen: In der Steiermark & in Oberöstereich wird die Schleife generell hinten gebunden!

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Die Länge:
Der Anlass gibt die Rocklänge vor: Zum Kirtag geht's kniekurz, bei einer Trachtenhochzeit oder gar einem Ball sollte der Rock hingegen lang sein. Generell sollte der Rocksaum maximal beim Knöchel enden und nicht kürzer als knieumspielend sein. Alles dazwischen ist reine Geschmackssache – und außerdem eine Frage der eigenen Beine.

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Die Frisur:
Streng genommen gehen lange, offene Haare zum Dirndl gar nicht! Vom schlichten Zopf (beim Kirtag) bis hin zur schönen, aufwendigen Flechtfrisur (zu einem Ball) ist aber alles andere erlaubt.

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Die Schuhe:
Das Schuhwerk muss geschlossen sein, das heißt keine Peep Toes und keine Sling Pumps! Sonst ist aber alles zwischen Ballerinas und High Heels erlaubt. Coole Stiefel können vor allem zum kurzen Dirndl sehr, sehr chic aussehen.

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Die Lederhose:
Die freche Alternative zum Dirndl! Sieht allerdings nur dann sexy aus, wenn man mit einer Topfigur und makellosen Beinen punkten kann. Ansonsten,besser zum Dirndl greifen – das verzeiht fast alle überschüssigen Kilos.

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Zu jedem Anlass das richtige Dirndl:
Trachtenhochzeit: Steht auf der Einladung "Tracht", dann ist das ausnahmslos zu akzeptieren! Wenn du der Meinung bist, dass dein einziges Leinen- oder Baumwolldirndl nicht festlich genug ausschauen könnte, dann kombiniere dazu eine elegante Seidenschürze und/oder eine edle Spitzenbluse. Kirtag/Wiener Wiesn: Kurze und bunte Dirndln aus Baumwolle oder Leinen sind hier perfekt – und nachher auch leichter waschbar. Almdudlerball: Erlaubt ist, was gefällt! Jägerball: Zu kurz (das heißt, der Rock reicht nicht bis über die Wadenmitte) ist hier total fehl am Platz! Außerdem sollte der Stoff glamourös glänzen, und auch der Schmuck darf ruhig funkeln.

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Was gar nicht geht:
Mieder mit Reißverschluss; schulterfreie Blusen; aufgedruckte Totenköpfe & Co.; synthetische Stoffe; Netzstrümpfe; kürzerer Rocksaum als knapp übers Knie; Pelzapplikationen

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