Ressort
Du befindest dich hier:

Nur 3 Zutaten: DIY Rote Beete Blush

Rote Beete ist gesund! Und hübsch. Deshalb liegt wohl nichts näher, als ein Versuch, dieses wunderschöne, tiefe Rot in ein Rouge umzuwandeln. Ob das so einfach ist, wie es aussieht?

von

rote beete diy blush
© Bilder der Autorin

Manchmal scrollt man einfach gelangweilt durch Facebook. Eigentlich sollte man wahrscheinlich zum Sport gehen, oder Wäsche waschen oder sich die Achselhaare färben - aber das faule Scrollen hat gewonnen. Und dann sieht man das eine Video, das die Lebensgeister erweckt. Gut, man tut trotzdem nicht Wäsche waschen, aber zumindest produziert man etwas - hoffentlich - Nützliches.

Und so war es auch mit dem DIY-Rote-Rübe-Blush! Honig, Kokosöl und rote Beete?? Na, das ist doch machbar, habe ich mir gedacht, als ich das Tutorial entdeckte. Einfach nur zusammen in einen Mixer hauen, durch den Sieb drücken und in einen leeren Behälter gießen - fertig. Die Zutaten wurden besorgt und der kleine Häxler ausgepackt, dem ich immer wieder leckere Pestos verdanke.

Zutaten: Überschaubar.

Ok, jetzt kann man sagen, dass ich ja eigentlich nicht die Anleitung befolgt habe, aber leider habe ich keinen supercoolen Smoothie-Mixer mit gefühlten 500 PS und deshalb musste eben der Kleine herhalten. Ist ja auch DIY und ich habe mich bemüht, es gut über die Bühne zu bringen. Ich würde im Endeffekt aber wirklich so einen Smoothie-Magier empfehlen, da ich nach dem Häxler noch mit einem Pürierstab nachhelfen musste (sehr schlechte Idee, weil sehr viele Spritzer).

1. Versuch Mini-Häxler / 2. Versuch Stabmixer

Das Problem war, dass die zwei Mixer den Brei nicht fein genug zerkleinern konnten, weshalb ich noch mehr Kokosöl verwenden musste, was, wie ich nun weiß, auch nicht so gut war. Schließlich war die Mischung halbwegs weich und annähernd flüssig, sodass ich die Sieb-Action starten konnte. Einmal durchgequetscht und dann reingegossen in den leeren Lidschatten-Behälter.

Bröckelig, aber zumindest ein bisschen flüssiger wegen zu viel Kokosöl.

Nach zirka 15 Minuten im Kühlschrank war die Mischung fest und ziemlich hübsch. Natürlich musste ich gleich meinen Finger darin versenken und feststellen, dass nicht wahnsinnig viel Farbe verteilt, sondern nur der Finger ziemlich rot eingefärbt wird. Aber auch das sollte dem Ganzen keinen Abbruch tun, schließlich hat man ja ein Schwämmchen und, oder, einen Pinsel zuhause, den man genauso gut verwenden kann.

Nach 15 Minuten im Kühlschrank zumindest zeitweise fest! / Swatches in natürlichem Licht.

An meinem Gesicht habe ich das Schwämmchen getestet, was von der Farbverteilung sehr gut funktioniert hat. Im Endeffekt ist das ein sehr natürliches Rouge, perfekt für Personen, die auf den No-Make-Up-Look stehen. Man sollte halt nicht wütend werden wenn kleine Rote Beete Stückchen auftauchen, die man sich von der Wange wischen muss.

Mit Blush (und viel Kokos-Glanz) / Ohne Blush (aber viiiiiiel Highlighter)

Aber es gibt da schon auch noch andere Nachteile: 1. Man braucht einen richtig guten Mixer, der die Mischung feinstens püriert. 2. Da ich das nicht hatte, musste ich mehr Kokosöl verwenden, was in zu viel Glanz und zu wenig Farbpigmenten resultierte. 3. Der Mixtur fehlt an sich das bindende Element, wie etwa transparentes Puder, das den Glanz ein wenig reduzieren könnte. Wie immer hat das Kreieren sehr viel Spaß gemacht, aber das Ergebnis könnte noch besser sein.

Diese Blushes schauen auch ganz gut aus: