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Donald + Melania Trump: Ein neuer blamabler Auftritt

Ein neuer Tag, ein neues Fettnäpfchen. Bei ihrem Auftritt nach dem Hurrikans in Puerto Rico blamierten sich Donald, Melania und Tiffany Trump dreifach.

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Donald + Melania Trump: Ein neuer blamabler Auftritt

Donald und Melania Trump in Puerto Rico

© 2017 Getty Images

Die Hurrikans "Harvey" und "Irma" hinterließen die Karibikinsel Puerto Rico, ein Außengebiet der USA, völlig zerstört. Jetzt wollte sich US-Präsident Donald Trump in der Haupstadt San Juan als Krisenmanager präsentieren – und stapfte in Kaki-Hosen samt Windbreaker zielgerichtet ins nächste Fettnäpfchen.

Fast zwei Wochen hatte sich Trump Zeit gelassen, ehe er in das Katastrophengebiet reiste. Doch für Vorbereitung hat er die Phase offenbar nicht genutzt.

Trump in Puerto Rico: "Ihr könnt stolz auf eure 16 Toten sein..."

„Wenn man sich eine echte Katastrophe wie ,Katrina‘ mit Aberhunderten von Toten anschaut und sieht, was hier bei dem Sturm passiert ist mit 16 Toten, könnt ihr sehr stolz sein“ , sagt er verblüfften Militärs, Rettungskräften und Politikern gleich nach seiner Ankunft in einem Hangar am Militärflughafen von San Juan.

Schockierend daran nicht nur die patscherte Formulierung, sondern die erneute Verdrehung von Fakten. Denn noch vor Trumps Abreise aus Washington hatte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló die Zahl der Todesopfer mit mindestens 34 beziffert. Die Überlebenden sind ohne Strom, meist ohne fließendes Wasser. Ihre Häuser liegen in Trümmern. Nur einer von vielen despektierlichen Kommentaren des 71-Jährigen über die Lage vor Ort.

Denn wenig später beschrieb Trump die Tour durch das zerstörte Gebiet als eine "tolle Reise". Das Wetter sei so gut wie sonst nirgends. Leider, so beklagte sich der US-Präsident, hätten die Puerto Ricaner wegen der Versorgungs- und Aufbau-Maßnahmen das Budget Amerikas etwas "durcheinander gebracht".

Video: Trumps Peinlichkeiten in Puerto Rico

Reicht? Mitnichten. Bei der Pressekonferenz warf Trump Papierrollen, die auf einem Tisch mit Hilfsgütern ausgelegt waren, ins Publikum.

Doch nicht nur für den Präsidenten selbst hagelte es Kritik. Auch seine Gattin Melania,die ihn nach Puerto Rico begleitete, erntete Hohn. Denn für die Fahrt vom Weißen Haus bis zur Air Force One wählte Melania hohe Heels, einen eleganten Pullover und passende Hose, während ihr Gatte bereits sein "Windbreaker"-Outfit trug. Zumindest als sie in Puerto Rico aus dem Flieger stieg, hatte sie die Garderobe gegen bequemere Kleidung getauscht. Da die Präsidenten-Gattin für die Twitter-Meute aber gar nichts richtig machen kann, wurde von den Heels bis zum Outfit-Wechsel auch dies medial seziert.

Tiffany Trump: Schlechtes Timing für ihr Posting

Und noch eine dritte Trump bewies im Zusammenhang mit der Hurrikan-Katastrophe in Puerto Rico wenig Empathie und Taktgefühl. Auf ihrem Instagram-Account postet die Jura-Studentin Tiffany Trump am 1. Oktober ein sexy Foto von sich in einem kurzgeschnittenen Leoparden-Minikleid. Einige User empfinden das als Affront. "Toller Job, um Puerto Rico zu helfen! Widerlich" und "Das ist nicht wahr! Das ist unangemessen. Chelsea Clinton würde helfen" empören sich zwei von ihnen unter der Aufnahme. "Puerto Rico ist ruiniert. Fahre dorthin und hilf!" sieht ein dritter Instagram-Nutzer die "First Daughter" in der Pflicht. Der Ehrenrettung halber sei erwähnt: Tiffany bekleidet in der US-Regierung kein Amt und ist auch nicht offen politisch aktiv.

Thema: Trump