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Einer der ersten Beschlüsse Donald Trumps gefährdet die Gesundheit von Frauen weltweit

Wieder einmal: Männer entscheiden über die Rechte und die Gesundheit von Frauen. Nur umringt von weißen Männern unterschreibt der neue US-Präsident Donald Trump die offizielle Streichung aller Geld für Hilfsorganisationen, die zum Thema Abtreibung beraten. Richtig, nur beraten. Die Folgen können lebensgefährlich sein.

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Donald Trump
© 2017 Getty Images

Der neue Präsident der vereinigten Staaten ist im Amt und einer seiner ersten Beschlüsse sendet ein klares Signal: Donald Trump strich allen Hilfsorganisationen die Unterstützung, bei denen in irgendeiner Form Abtreibung bei ihren internationalen Niederlassungen als Möglichkeit erwähnt wird.

Die sogenannte "Mexico City policy", auch als "global gag rule" bekannt geworden, wurde bereits 1984 vom früheren Präsidenten Ronald Reagan eingeführt, abwechselnd von demokratischen Präsidenten abgeschafft und von republikanischen wieder eingesetzt.

Dabei wird dieses Geld in keinster Weise für Abtreibungen selbst eingesetzt. Einzig zur Beratung - auch in Fragen der Familienplanung und der Verhütung. Denn es gibt bereits ein Gesetz, das verbietet, dass amerikanisches Steuergeld im Ausland für Schwangerschaftsabbrüche verwendet werden darf.

Diese Amtshandlung ist auch deswegen so umstritten, weil viele der betroffenen Hilfsorganisationen die staatlichen Gelder vor allem für finanziell und gesellschaftlich stark benachteiligte Frauen einsetzt.

Wird Abtreibung verboten, findet sie sogar verstärkt statt

Darüber hinaus hat die Geschichte bereits mehrfach gezeigt: Selbst wenn Abtreibungen verboten werden, finden sie immer noch statt - sogar verstärkt, da in konservativ geführten Ländern dann meist auch die Aufklärung bei jungen Mädchen unvollständig ist beziehungsweise sie geringeren oder keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben. Und wenn Abtreibungen stattfinden, dann eben heimlich und nicht unter hygienischen Umständen - und daher sind Todesfälle oder medizinische Komplikationen vielfach die Folgen. Das Leben von Frauen wird mit Maßnahmen dieser Art also gefährdet.

So schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass es mehr als 21 Millionen unsichere Abtreibungen weltweit jedes Jahr gibt, der Grund für 13 Prozent aller Sterbefälle unter Schwangeren.

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WOMAN

Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die wir definitiv nicht als Abtreibungslobby verstehen, schätzt, dass es mehr als 21 Millionen unsichere Abtreibungen weltweit jedes Jahr gibt, der Grund für 13 Prozent aller Sterbefälle unter Schwangeren.

Nico Bajramov

"Wird Abtreibung verboten, findet sie sogar verstärkt statt"

Wie kann man wissen das es nach einem Abtreibungsverbot zu mehr Abtreibungen kommt? Die Abtreibungen finden dann ja Illegal statt, also kann es ergo auch keine seriösen Statistiken darüber geben. Und die Abtreibungslobby (Guttmacher-Institut) als Quelle angegeben, also bitte unseriöser gehts ja wohl nicht mehr!