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Doula, die spirituelle Geburtsbegleitung

Manche Mütter haben schon von der Doula gehört. Andere Frauen werden während der Schwangerschaft damit konfrontiert. Doch was ist eine Doula genau?

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Doula Geburt
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Doula bedeutet 'Dienerin' auf altgriechisch. Sie ist eine Frau, die der Schwangeren bei der Geburt am nächsten steht. Sie erfüllt ihr jeden Wunsch, ohne nachzufragen, zu beraten oder zu verurteilen. Die Doula kann von der Schwangeren angeschrien werden, doch nie würde sie ihr Kontra geben.

Dienerin der Frau und wahre Unterstützung bei der Geburt.

Wie man schon herauslesen kann: Eine Doula ist keine Hebamme! Sie darf keine medizinischen Tätigkeiten und Beratungen ausführen. Deshalb darf man auch nicht in der alleinigen Anwesenheit einer Doula gebären - da muss in jedem Fall noch eine Hebamme dabei sein!

Die Kombination aus Hebamme und Doula ist ideal: Die Hebamme schaut auf den medizinischen Aspekt, während die Doula nur auf das Wohlbefinden der werdenden Mutter achtgibt. Eine solche Geburtsbegleiterin zu sein, ist also keine Hexerei: Sie ist einzig und allein für die Schwangere da und tut das, was jene von ihr möchte.

Eine Doula ist kein Ersatz für eine Hebamme!

Diese alte Methode war eine Zeit lang in Vergessenheit geraten, beziehungsweise wurde in der Öffentlichkeit nicht über diese Form der Geburtsbegleitung gesprochen. In den 1980er Jahren beschäftigten sich die amerikanischen Forscher John Kennel und Phyllis Klaus mit diesem Thema. Ihr Buch "Doula, der neue Weg der Geburtsbegleitung" löste eine kleine Revolution aus. Daraufhin wurde 1992 in Amerika DONA (Doulas of North America) gegründet. Und schon 1994 starteten auch in Europa diverse Doula-Projekte.

In Österreich bietet das Eltern-Kind-Zentrum Graz ein Doula-Training an. Im Gegensatz zu anderen Ländern, gibt in der österreichischen Ausbildung keine Altersgrenze und man muss auch keine Mutter sein. Das Training findet in der Steiermark statt und dauert 6 ganze Wochenenden. Mit dem Zertifikat kann man als selbstständige Doula arbeiten, oder es als Zusatzqualifikation anführen, wenn man etwa Hebamme ist.

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