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Drei Tage wie gelähmt: So hat Studention Sophia die Schweinegrippe überstanden

Ein Mädchen ist tot, zwei Menschen liegen auf der Intensivstation – bei Redaktionsschluss. In Lienz wurde eine ganze Schule gesperrt, weil 27 Menschen erkrankt sind. Insgesamt gibt es in Österreich 510 bestätigte Fälle, vor allem betroffen: Patienten zwischen 15 und 29 Jahren. Die Schweinegrippe hält die Welt in Atem. Doch um wie viel gefährlicher als die klassische Influenza ist jenes H1N1-Virus, das die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits im Juni zur Pandemie erklärte, wirklich?


Drei Tage wie gelähmt: So hat Studention Sophia die Schweinegrippe überstanden
© Susanne Stemmer

Normalerweise ist es zwar ansteckender, aber milder im Verlauf, sagen Experten. Wie’s denen geht, die es schwerer trifft, weiß Sophia Czerny, 22, aus eigener Erfahrung. Die Wienerin bekam die Schweinegrippe im heurigen Sommerurlaub in Spanien. In WOMAN erzählt die Publizistik-Studentin, was ihr besonders zu schaffen machte …

Sie haben sich in Spanien mit der Schweinegrippe infiziert. In einem Risikogebiet. Waren Sie vorbereitet?
Ja, ich hatte in den Medien gehört, dass man sich auf Ibiza besonders schützen und Massenansammlungen meiden soll. Meine Schwester hat mir sogar geraten, Handschuhe und Schutzmaske zu tragen. Für mich war das absolut absurd. Nur das Grippemedikament Tamiflu habe ich mir zur Sicherheit mitgenommen.

Wo haben Sie sich angesteckt?
Ich war mit Freunden im „Pacha“, dem In-Club der Insel. Der war total überfüllt. Ich bin mir sicher, dass ich mir das Virus dort geholt habe.

Ihre ersten Symptome?
Die habe ich schon am nächsten Tag gehabt, als wir am Strand waren. Ich wollte nur schlafen, war ziemlich zittrig. Und kalt war mir auch. So sehr, dass ich mich in Handtücher gewickelt habe, bei über 30 Grad! Beim Heimfahren am Abend mussten wir wegen mir sogar die Autoheizung aufdrehen.

Haben Sie da bereits gedacht, dass es das Schweinegrippe-Virus sein könnte?
Nein, ich dachte eher an eine normale Grippe und habe versucht, die mit Aspirin & Co in den Griff zu bekommen. Erst als nach zwei Tagen keine Besserung in Sicht war, habe ich meinen Vater angerufen. Er ist Arzt und hat eine Ferndiagnose gestellt. Dann habe ich auf sein Anraten Tamiflu geschluckt.

Wie hat sich die Erkrankung von einer klassischen Grippe unterschieden?
Ich hatte keine Kopfschmerzen wie sonst und konnte mich schlechter selbständig bewegen. Der Kreislauf war nicht nur schwach, sondern quasi gar nicht vorhanden. Bei Grippalinfekten isst man außerdem gerne gesund, weil man Kraft bekommt. Ich aber hatte keinen Hunger und musste mich sogar zum Trinken zwingen.

Was haben Sie sonst durchlebt?
Ich hatte Schüttelfrost, Fieber, starken Husten, Gliederschmerzen und eine Art Gliederstarre. Teilweise habe ich geweint, weil ich nicht einmal meine Arme im Liegen heben konnte und ein Umdrehen im Bett nur mit großer Mühe möglich war.

LESEN Sie das ganze Interview in WOMAN 23/09!