Ressort
Du befindest dich hier:

Durch den Winter mit Homöopathie:
So helfen auch Ihnen die sanften Heilmittel

Die weißen Kügelchen versprechen Linderung ohne Chemie bei den typischen Krankheiten der kalten Jahreszeit. WOMAN weiß, worauf Sie bei der Anwendung achten müssen.


Durch den Winter mit Homöopathie:
So helfen auch Ihnen die sanften Heilmittel
© Corbis

Sie schmecken süß, sehen gänzlich unspektakulär aus, und die Schulmedizin ist sich nicht immer sicher, was sie davon halten soll: Die Rede ist von den kleinen weißen Kugeln, Globuli genannt, die die Träger für homöopathische Wirkstoffe sind.

Seit der deutsche Arzt Samuel Hahnemann die Homöopathie Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte, wird über ihre Wirkung immer wieder diskutiert. In Österreich ist sie nicht so anerkannt, dass die Kranken­kassen eine Behandlung damit bezahlen.Wissenschaftliche Studien belegen aber, dass es sich nicht um einen reinen Placebo-Effekt handelt, sondern bei Einnahme in vielen Fällen eine deutliche Besserung der Symptome eintritt.

Einfache Wirkweise
Die ­homöopathischen Wirkstoffe kommen gänzlich aus dem Reich der Natur und werden in Lösungen stark verdünnt (1:10, 1:100 oder mehr, je nach Potenz) und im Normalfall auf Kügelchen aus Milchzucker aufgetragen. Es gibt aber auch Tropfen und Salben.

Um das richtige Mittel herauszufinden, sind die Symptome der Krankheit wichtig.­ Diese müssen möglichst genau verstanden werden, da nicht ­automatisch ein Mittel gegen Husten oder Grippe hilft. Man muss also bestimmen, ob der Husten eher trocken ist oder verschleimt, ob man auch Halsschmerzen hat, ob die Nase läuft oder alles noch in den Stirnhöhlen sitzt, ob man auch Gliederschmerzen hat, die Haut gerötet oder eher blass ist. Auch ob es zu Schweißausbrüchen kommt, man hohes Fieber hat oder vielleicht gar keines, hungrig oder durstig ist, sind Kriterien.

All diese Sym­ptome sind wichtig, um das richtige Mittel zu bestimmen. Denn die Wirkstoffe werden nach dem Prinzip der Ähnlichkeit gewählt. Zum Beispiel: Jemand ist durch hohes Fieber leicht verwirrt, dann wird ein Mittel in ganz starker Verdünnung gegeben, das in reiner Form beim gesunden Menschen genau diese Symptome auslösen würde.

Redaktion: Pia Kruckenhauser