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Gefährliche E-Scooter: Diese Verletzung wird immer häufiger

In Wien gehören sie mittlerweile zum Stadtbild: Alle flitzen mit E-Scootern durch die Gegend. Doch dabei verletzen sich immer mehr Menschen.

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© iStock

Sie stehen rum, liegen am Straßenrand und lehnen an Häuserwänden: Elektrische Scooter sieht man nicht mehr nur in der Innenstadt Wiens, sondern auch in den Randbezirken. Man muss ja auch zugeben, dass die schnellen Zweiräder ziemlich praktisch sind - wenn man weiß, wie man sie richtig bedient! Doch obwohl man mit bis zu 25 Kilometer pro Stunde durch die Stadt jagen kann, tragen nur die wenigsten FahrerInnen einen Helm. Und das hat zum Teil sehr schlimme Konsequenzen.

Denn laut einer amerikanischen Studie, die Daten von über 100 Spitälern heranzogen, nahmen Kopfverletzungen in den letzten Jahren drastisch zu. Und das führen die ForscherInnen auf den massiven Zuwachs von E-Scootern zurück. Die Zahlen sprechen wirklich Bände: 2008 waren es "nur" 2.325 Menschen, die sich am Kopf verletzt hatten. 2017 zählte man schon 6.947 Personen. Kopfverletzungen traten übrigens bei 66 Prozent jener auf, die keinen Helm beim Scooterfahren trugen.

Bei E-Scooter-Unfällen ist die gebräuchlichste Kopfverletzung die Gehirnerschütterung. Dann kommen Abschürfungen und Schnittwunden. Und zuletzt eine besonders gruselige Verletzung: Schädelfraktur (oder auch Nasenbeinbrüche). Besonders betroffen sind Männer zwischen 19 und 65 Jahren. Aber auch Kinder zwischen 6 und 12 Jahren hatten erstaunlich viele Unfälle.

So ist das Fahren in Österreich rechtlich geregelt:

Dass anfangs noch Unklarheit über die Benutzung der Scooter geherrscht hat, ist klar. Doch mittlerweile wurde sogar das österreichische Gesetz an die neue Form der Fortbewegung angepasst. Seit 1. Juni 2019 zählen "elektrisch betriebene Klein- und Miniroller" zu den "Kleinfahrzeugen vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn“. Das bedeutet: E-Scooter-FahrerInnen teilen sich ihre Rechte und Pflichten mit den FahrradfahrerInnen.

Logisch wäre es deshalb, auch beim Nutzen eines E-Scooters einen Helm zu tragen. Macht man ja beim Radeln (hoffentlich) auch! Doch bei der Zugänglichkeit liegt die Krux: Denn wenn ich spontan zu einem E-Scooter greife, dann habe ich meistens keinen Fahrradhelm eingesteckt. Doch zumindest jene, die bewusst mit den Rollern von A nach B fahren, sollten gute Vorbilder sein und Helm tragen!

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Thema: Fitness

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