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Ihr Eichhörnchen durfte nicht mit: Frau wird aus Flugzeug geworfen

Eine ältere Dame hat ihr Assistenztier in ein amerikanischen Flugzeug geschmuggelt, dabei aber verschwiegen, um welche Gattung es sich handelt. Denn Eichhörnchen gehören nicht in die Luft!

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eichhoernchen
© Photo by Shane Young on Unsplash

Für unsere Ohren klingt es mehr als absurd, doch in Amerika gehören sie immer häufiger zum Alltag: Assistenztiere. Und zwar nicht nur für Personen mit körperlichen Einschränkungen, sondern auch bei psychischer Labilität. Und so kann eine ältere Lady auch mit einem Eichhörnchen durch die Weltgeschichte ziehen, wenn sie es zur emotionalen Unterstützung braucht. Nur heißen nicht alle Fluglinien jede Gattung in ihren Flugzeugen willkommen. Und bei Frontier Airlines dürfen eben keine Nagetiere mitgenommen werden.

Aus diesem Grund hat auch vor kurzem eine Amerikanerin mit ihrem Assistenz-Hörnchen für Chaos gesorgt. Sie schmuggelte das Tier in den Frontier-Flieger, wurde dann aber von anderen Fluggästen verpfiffen. Die Besatzung musste die Evakuierung einleiten und schließlich schob man die Frau gegen ihren Willen aus dem Flugzeug. Die anderen Gäste begrüßten diesen Umstand mit Klatschen, während sie die Sache nur mit zwei erhobenen Mittelfingern quittierte:

Man kann schon verstehen, dass die Fluggäste nicht gerade gut auf sie zu sprechen waren, schließlich verzögerte sich der amerikanische Inlandsflug so um Stunden. Ob sie wusste, dass man das Eichhörnchen nicht mitnehmen durfte, ist nicht klar. Für sie spricht, dass es bei jeder Fluglinie etwas andere Richtlinien bezüglich der Assistenztiere herrschen - hier eine kleine Auswahl:

  • American Airlines: Mit einem Arztbrief ausgestattet, darf man sein Assistenztier mitnehmen. Doch es muss so klein sein, dass man es in den Schoß, unter den Sitz oder zwischen die Beine nehmen kann.
  • United Airlines: Man muss einen Arztbrief und einen tierärztlichen Befund mit sich führen. Außerdem muss das Tier klein sein und es muss nachgewiesen werden, dass es sich benehmen kann.
  • Delta Air Lines: Tiere, die bellen, knurren, auf den Sitz springen, ins Flugzeug pinkeln und vom Tischchen essen, dürfen vom Flug verwiesen werden.
  • Southwest Airlines: So lange das Tier nicht zu "exotisch oder ungewöhnlich ist" und mit seiner Größe nicht den Gang blockiert, kann man es mitnehmen. Verbotene Tiere wären: Frettchen, Insekten, Spinnen, Igel, Reptilien, Hasen oder Nagetiere.
  • WestJet: Hunde, Katzen, Minipferde, Minischweine und Affen dürfen mit, aber keine Spinnen, Reptilien, Frettchen oder Nagetiere.

Was ist überhaupt ein "Emotional Support Animal"?

Nicht jeder Hund kann ein Blindenhund sein. Es bedarf jahrelangen Trainings und einer guten Erziehung, damit das Tier seinen Job gut machen kann. Denn tut er das nicht, kann das gefährlich für den Tierhalter werden. Bei dem "Emotional Support Animal" (ESA) handelt es sich um ein Tier, das psychisch instabilen Personen eine emotionale Unterstützung bietet. Das Tier muss keinerlei Training machen, um diese Aufgabe zu erfüllen, weshalb es rechtlich nicht dieselben Vorteile wie ein Assistenztier genießt. Es darf zum Beispiel nicht automatisch in jedes öffentliche Gebäude. Und oft handelt es sich bei den ESAs gar nicht um Hunde, sondern um Zwergponys, Minischweine, Hasen, Katzen und eben auch Eichhörnchen.

Seit 2003 dürfen in den USA nicht nur Blindenhunde ins Flugzeug, sondern auch die ESAs. Wobei dies bei jeder Fluglinie (siehe die Liste) ein bisschen anders gehandhabt wird. Wer sein Tier also auf eine Flugreise mitnehmen will, aber eben in der Flugkabine, muss sich in Europa ein bisschen genauer mit den Richtlinien beschäftigen. Arztbriefe, tierärztliche Befunde und Einreisegenehmigungen müssen genauso eingeholt werden wie das Erlaubnis der Fluglinie zum Transport in der Kabine.

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