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Wie hilft das eigene Blut gegen Haarausfall?

Eigenblut wird nicht nur als Behandlung gegen Falten eingesetzt (wir erinnern uns an Kim Kardashians "Vampirlifting") - es soll auch gegen Haarausfall helfen! Wir haben mit der Expertin über die Stammzellenbehandlung gesprochen.

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Eigenbluttherapie hilft gegen Haarausfall

Das ist Fakt: Volles Haar macht attraktiv!

© istockphoto.com

Männer mit Glatze können richtig sexy aussehen. Den besten Beweis dafür liefern Stars wie Bruce Willis oder Vin Diesel. Sogar für die Karriere soll die Glatze förderlich sein. Dies belegte zumindest eine Studie des US-Wissenschaftlers Albert E. Mannes. Demnach sollen kahlgeschorene Männer bessere Chancen im Job haben, weil sie für größer und stärker gehalten werden. Hilft alles nichts... Für Männer ist das Thema Haarausfall dennoch sehr heikel. Etwa 70% aller Männer sind von Haarausfall betroffen. Bei den meisten setzt der erste bereits in den Dreißigern ein. "Besonders schlimm ist die Phase, in der man zum ersten mal verstärkten Haarverlust bemerkt", sagt Univ. Prof. Dr. Tamara Kopp von Medical Center Juvenis in Wien. Doch nicht nur Männer sind vom Haarausfall betroffen. Frauen leiden genauso, nur sind hier die Ursachen im Vergleich zu den Männern vielfältiger.

Dünnes Haar pflegen
Auch Frauen sind von Haarausfall betroffen

"Wenn es bei Frauen zu Haarverlust kommt, bedeutet dies eine große psychologische Belastung", sagt Dr. Kopp. "Sie fühlen sich nicht mehr so attraktiv und weiblich, bei vielen kommt es zu einer Verminderung des Selbstwertgefühls."

Deswegen bietet Dr. Kopp jetzt eine Therapieform an, die den Haarausfall stoppen und das Wachstum der Haare anregen soll. Die Eigenbluttherapie (kennen wir noch von Kim Kardashians "Vampirlifting") ist eine Stammzellenbehandlung zum Aufbau der Haarwurzel, die bei Männern wie bei Frauen bereits große Erfolge gezeigt hat. Dafür wird aus dem Eigenblut das plättchenreiche Plasma (PRP) gewonnen und direkt in die Kopfhaut injiziert. "Um das Haarwachstum zu fördern, muss man die Haarwurzelzellen mit Proteinen, Vitaminen und Spurenelementen versorgen", erklärt Dr. Kopp. "Die enthaltenen Thrombozyten in unserem Blut sind genau das, was die Zellen brauchen."

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Wenn die Haare immer dünner werden...

Wie läuft die Eigenbluttherapie ab?

Vor der Behandlung wird dem Patienten Blut abgenommen. Dieses wird anschließend zentrifugiert, um das nötige Blutplasma zu gewinnen. Das gewonnene plättchenreiche Plasma wird nun direkt in die von Haarausfall betroffenen Kopfhautregionen injiziert. Durch die Aktivierung der Thrombozyten werden die Wachstumsfaktoren (Proteine) freigesetzt und die Bildung neuer Haarwurzeln angeregt. Dr. Kopp betont: "Diese Behandlung gewährleistet eine optimale Versorgung an Nährstoffen auf natürliche Art und Weise, ganz ohne Chemie."

Gibt es Nebenwirkungen?

"Dies ist der große Vorteil der Behandlung: Nachdem ausschließlich Eigenblut verwendet wird, sind hier keine Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen zu erwarten", so Kopp. "Die Eigenbluttherapie ist geschlechts- und altersunabhängig sehr gut verträglich."

Wie oft sollte man die Behandlung wiederholen?

Es wird eine Therapie von 3 bis 5 Behandlungen empfohlen. Der Nachteil ist, dass die Therapie, im Vergleich zu Haartransplantationen, etwas zeitaufwändig ist und es bis dato noch keine Langzeitstudien gibt.

Wie viel kostet die Behandlung?

Die Preise sind von Institut zu Institut unterschiedlich. Im Schnitt bezahlt man aber ca. 200-400 Euro pro Behandlung.

Univ. Prof. Dr. Tamara Kopp von Medical Center Juvenis in Wien

Nähere Infos findest du unter: www.juvenismed.at

Thema: Haare