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Eigensinnig: Ein Schauraum für Mode und Fotografie

Am 19.10. eröffnet im Mode- und Kunst-Epizentrum Wiens ein Schauraum für Mode und Fotografie: das Eigensinnig.

von

  • Stefanie Hofer und Toni Tramezzini

    Bild 1 von 7 © Katharina Roßboth
  • Mode im Eigensinnig

    Bild 2 von 7 © TIGHA

Der 7. Bezirk in Wien ist ja bekanntlich dicht besiedelt mit Hotspots für Mode, Kunst und Kultur. Am 19. Oktober gesellt sich das Eigensinnig als Schauraum für Mode und Fotografie dazu. Wir baten die Besitzer Toni Tramezzini und Stefanie Hofer zum kurzen Interview. Toni Tramezzini war übrigens auch maßgeblich am Kunst- und Kulturprojekt "365 - The Fox House" beteiligt - ist also kein unbeschriebens Blatt in Bezug auf die Kreativszene. Stefanie ist als Designerin für den modischen Part der Unternehmung verantwortlich.

WOMAN: Wie lange gibt es die Idee zum "Eigensinnig" schon?

Toni: Das Idee für das Eigensinnig existiert seit knapp 2 Jahren und wurde stetig weiterentwickelt. Labels und Designer wurden Anfang des Jahres (also noch vor Beginn des Fox House) kontaktiert und erste Gespräche geführt.

WOMAN: Was kann man unter "Schauraum für Mode und Fotografie" verstehen?

Toni: Das Eigensinnig sieht die Mode und Fotografie als gemeinsames Ganzes. Der Schauraum ist unterteilt in zwei Bereiche, die allerdings loftartig und offen miteinander verbunden sind.

Die Farben der Modeprodukte sind auf schwarz, weiß und grau reduziert. Außerdem sind nur Labels vertreten, die in Österreich nicht oder rar vertreten sind. Es sind seltene und besondere Produkte, die die Masse nicht kennt. Qualifizierte Styling-Beratung außerhalb der Öffnungszeiten lassen den Kunden in entspannter Atmosphäre einkaufen. Stefanie Hofer, ausgebildete Modesignerin ist für die Beratung zuständig.

Im "Schauraum für Fotografie" liegt die Spezialisierung auf der Street Photography, die Alltagsmomente einer urbanen Gesellschaft und ihre Lebensräume dokumentiert. Bewusst wurde der Begriff "Galerie" nicht verwendet, um eine klare Abgrenzung zum traditionellen und unpersönlichen "White Cube" herzustellen.

Kunst und Mode werden stets durch musikalische Untermalung in den Alltag der Menschen gebracht. DJs werden für Musik sorgen, Vernissagen und Kunstveranstaltungen bringen Wien Metropolen wie London oder New York näher.

WOMAN: Ist das Eigenständig ein neues Fox House?

Toni: Das Fox House war eine auf das Haus und die Zwischennutzung abgeänderte Form der Idee vom Eigensinnig. Eigensinnig wurde über mehrere Jahre hinweg entwickelt und wird nun umgesetzt. Das Fox House ist spontan entstanden und wurde während der Nutzung entwickelt und detailliert, wobei die Elemente Mode und Street Photography in beiden Fällen vorhanden sind. Eigensinnig ist nicht als Zwischennutzung gedacht und dadurch gefestigter.

Im Gegensatz zum Fox House werden hauptsächlich Modelabels aus Deutschland, England und den USA vertreten sein. Bewusst sind keine italienischen Marken vertreten.

Das Fox House wird übrigens fortgesetzt. In abgeänderter Form als auf der Westbahnstraße und wesentlich größer. Erste lose Gespräche werden schon geführt, Ideen und Konzepte gibt es genug. Aber die Planung und Umsetzung des neuen Fox House erfordert viel Zeit. Ein entsprechend qualifiziertes und harmonisches Team muss erst aufgebaut werden. Deswegen wird in diesem Jahr kein neues Fox House entstehen.

WOMAN: Wie wird das Verhältnis zwischen Mode und Fotografie im Eigensinnig umgesetzt?

Toni: Beide Elemente stehen im Einklang miteinander. Es gibt Synergien und Wechselwirkungen zwischen dem Schauraum für Mode und dem für Fotografie. Das gesamte Konzept ließe sich nicht verwirklichen, wenn ein Element nicht vorhanden wäre bzw. vernachlässigt würde.
Durch den Schauraum für Mode soll bei kunstinteressierten Personen die Hemmschwelle zum Betreten einer "Galerie" gesenkt werden. Andererseits haben Besucher des Schauraums für Fotografie nebenan hochwertige Mode, die sie in Wien sonst nirgends bekommen.

WOMAN: Was verstehst du unter Street-Photography? Was erwartet uns im Eigensinnig?

Toni: In der Street Photography geht es um die dokumentarische Abbildung der ungestellten Realität von Menschen in ihrem urbanen Umfeld und um die städtischen Lebensräume aus einem besonderen Blickwinkel. Eine Situation, die nur einmal erscheint und nicht wiederkommt. Im Eigensinnig sollen Fotografien der "neuen Generation" von Street Photographern gezeigt werden, die man auch kaufen kann.

WOMAN: Welche Labels werden bei euch vertreten sein?

Toni: Esther Perbandt, Preach, Tigha, Hannibal, Religion Clothing, Frye (Schuhe) und BergnerSchmidt (Schmuck).

WOMAN: Ihr habt sicher viel Arbeit in den neuen Store gesteckt!

Toni: Die Umbauarbeiten wurden zum Teil von uns selbst durchgeführt. Wir haben alle Türen entfernt, um die Loft-Athmosphäre zu erhöhen. Vieles wurde im Rohzustand gelassen bzw. in den Rohzustand zurückversetzt. Die Einrichtung wurde von uns selber designt und von Tischler und Schlosser gebaut. Es sind bewusst erdige Elemente wie Holz, Stahl und Beton vorhanden, die aus Modemetropolen wie London oder New York bekannt sind. Durch die Gewölbedecke in den beiden Schauräumen und die "rauen" Elemente entsteht der Spagat zwischen dem traditionellen Wien und der offenen, modernen Welt.

WOMAN: Danke für das Gespräch!

Mehr Infos zum Eigensinnig, den vertretenen Labels oder zu Veranstaltungen findet ihr auf der Facebook-Seite des Schauraumes.

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