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Ein Hamam im Zaubertal

Gaby und Franz Mach sind bekennende Asia-Fans. In ihrem selbst gebauten Hamam im Zaubertal entführen sie Besucher in eine ferne Welt, in der nur das Jetzt zählt.


Ein Hamam im Zaubertal
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Ein zarter Duft von Zitrone steigt angenehm in die Nase. Während sich die warme Luft um den Körper hüllt, heißen einen Gaby und Franz Mach mit einem duftenden Gruß willkommen. "Lavendelwasser aus eigener Herstellung oder Rosenwasser aus Persien“, sagt Gaby (lesen Sie hier: Die Wirkung ätherischer Öle ).

Die duftenden Wässerchen sollen als Einstimmung dienen, um sich auf die Erholungsreise Hamam einzustellen. Kaum sind die Schuhe im Vorraum abgestreift und die Räumlichkeiten des orientalischen Bades betreten, scheint die Tatsache, dass der Orient Tausende Kilometer entfernt ist, vergessen. Bunte Fliesen, kleine Mosaiksteinchen und Fliesenbilder zieren Wände, Decken und den Boden. "Zwei Jahre hat es gedauert, bis wir mit unserem Hamam fertig waren“, sagt Franz. Ausschlaggebend für die Gründung des Badebetriebs in Oberösterreich war die wohltuende und heilsame Wirkung der Hamam-Anwendungen, die er in Marrakesch selbst kennengelernt hatte. Und die das Ehepaar nach einer speziellen Ausbildung in Deutschland nun auch anderen zugutekommen lassen will.

Wellness-Ritual Hamam

Eingewickelt in ein Baumwolltuch, heißt es erst mal ankommen. Auf warmen Marmorbänken neben runden Wasserbecken wird 20 Minuten entspannt. Das stetige Plätschern des fließenden Wassers beruhigt. "In einem Hamam gibt es kein stehendes Wasser, alles fließt“, sagt Gaby. Die warme Luft macht träge. Und während der Alltag in weite Ferne rückt, beginnt das Baderitual. Nach einem anregenden Peeling mit einem Handschuh taucht Franz ein Tuch in ein Becken mit Seife. Er zieht den tropfnassen Stoff heraus, wirbelt ihn durch die Luft, drückt darauf, bis sich weißer, weicher Seifenschaum bildet. Sanft verteilt er die warme Wolke auf dem gesamten Körper. "Wenn die warmen Schaumbläschen zerplatzen, kribbelt das sehr angenehm“, sagt Model Tanja Kriegner und schließt ihre Augen. Hektik und Unruhe haben hier keinen Platz. "Viele Menschen suchen bewusst nach Ritualen und ruhiger Atmosphäre. Das findet man bei uns“, sagt Gaby und bereitet die nächste Behandlung vor.

Sinnesrausch bei 30 Grad

Nicht ganz so heiß ist es im nächsten Raum, es hat aber immer noch angenehme 30 Grad. Auf einem beheizten Marmortisch genießt man den wohligen Duft ätherischer Öle und den sanften Druck beim Einreiben. Egal ob ganz allein, in trauter Mädelsrunde oder gar romantisch zu zweit: Man fühlt sich wie auf einem fliegenden Teppich …

Im Ruheraum geht’s weiter mit Verwöhntwerden: Schwarzer Tee, klassisch im Samowar zubereitet, wird in kleinen Gläschen auf silbernen Tabletts serviert, dazu gibt’s kleine Leckereien und loungige Töne. Zeit zum Ruhen bleibt, so viel wie nötig ist. Mancher fühlt sich nach dem Baderitual wohlig matt, andere sind energiegeladen. Aber eines sollen alle spüren: Ruhe. "Es geht ums Entschleunigen. Bei uns läuft alles sehr langsam ab“, sagt Gaby, schlendert zum Samowar und schenkt Tee nach.

Infos: Hamam im Zaubertal

Unbedingt reservieren. Für das Hamam-Erlebnis ist eine telefonische Anmeldung unbedingt erforderlich. Das exklusive Badehaus bietet Platz für fünf bis sechs Personen. www.zaubertal-hamam.at.

Redaktion: Sandrine Wauthy