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Glowing like a Unicorn

Einhörner sind die neuen Eulen des Internets. Und auf ihrem Weg zur Weltherrschaft haben sie noch schnell die Welt des Make Up eingenommen. Wie man sich so als Einhorn fühlt, hat unsere Redakteurin getestet.

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Glowing like a Unicorn
© https://www.instagram.com/justpostmortem/

Sie sind überall: Einhörner werden irgendwann die Welt regieren, gemeinsam mit ein paar Meerjungfrauen an ihrer Seite. Warum uns diese prachtvollen Fabelwesen so faszinieren, darauf hat nicht einmal die Wissenschaft eine Antwort. Möglich Erklärungen sind wohl der Kult rund um den 1980er Jahre Film "Das letzte Einhorn", in dem die Prinzessin/das Einhorn die Hauptrolle spielt. Wer den Film noch nicht gesehen hat, dem sei es empfohlen den Fernseher zur Weihnachtszeit öfters aufzudrehen, denn zumindest ein Sender wird den Anime-Klassiker spielen.

Einhörner an die Macht!

Eine andere Erklärung könnte einfach das Aussehen der Fabelwesen sein. Schließlich handelt es sich dabei um einen Lipizzaner mit Horn, wenn man es so formulieren möchte. Und wer kann einem Pferd widerstehen? Vor allem beim Geschlechter bezogenen Marketing wird peinlich darauf geachtet, Mädchen für Pferde empfänglich zu machen, in dem man die eleganten Tiere auf allerhand Alltagsgegenstände druckt. Und so ist es auch mit dem Einhorn gewesen, dass mit seinen Rosa- und Pastelltönen eher in der Mädchenwelt vermarktet wurde.

Nun hat es aber seine Fesseln gesprengt und galoppiert stolz in der Welt der Erwachsenen-Artikel herum. Natürlich macht der Trend nicht bei Dekoartikeln halt, sondern weitet sich langsam Richtung Beauty aus. Dank der Popularität von Highlightern (auch von extremen, siehe Rainbow Highlighter) war der Übergang zu Make Up Kollektionen unter dem Leitspruch "Be a Unicorn!" ein leichter. Auch, weil Pastelltöne eigentlich immer gehen. Auf Instagram findet man unter dem Hashtag "unicornmakeup" fast 22.000 Beiträge. Lauter stolze Einhörner, die zu ihrer Einzigartigkeit stehen.

Genauso möchte ich auch sein! Wie gut, dass mir das "Face Glow - prisma Wheel" von IsaDora in die Hände fällt. Die Highlighter-Palette besteht aus fünf Farben, die sich zwischen einem kräftigen Lila-Ton und auch einem hellen Minzgrün bewegen. Vor allem diese zwei Farben ziehen den Blick magisch an. Highlighter wendet man an jenen Stellen des Gesichts an, wo das Licht als Erstes reflektiert wird. Wenn man nicht genau weiß, wo man anfangen soll sind also die Wangenknochen ein heißer Tipp.

Aber ob lila, oder grüne Wangenknochen wirklich ein Trend sind, dem es sich zu folgen lohnt, wird sich noch zeigen. Brav wird die Anleitung auf der Rückseite der Palette befolgt, nach der man ziemlich das ganze Gesicht von Kinn bis Stirn zu pinselt. Ich versuche so viele Farben wie möglich zu nutzen. Erstaunlicherweise fallen alle, inklusive dem violetten Highlight, sehr zahm aus. Ziemlich beruhigend, aber auch ein wenig enttäuschend. Vor allem vom grünen Puder habe ich mir mehr erwartet. Es äußert sich auf der Haut als leichter Goldton mit grünlichem Stich.

Links mit Tageslicht, rechts mit künstlichem Licht

Der Lipgloss, der den Look ergänzt ist ebenfalls von IsaDora und nennt sich "Gloss Glacé - 3D mirror shine" in der Farbe "Iridescent Glow". farblich perfekt abgestimmt, trägt sich der Gloss leider etwas unangenehm. Er ist zu dickflüßig und zu klebrig für den Alltag, aber für ein Fotoshoot sicherlich gut geeignet. Insgesamt sehe ich dank suggeriertem Kinn- und Stirn-Highlight ziemlich verschwitzt aus, aber diese Stellen kann man ja weglassen. Einem Einhorn bin ich noch nicht nachgekommen, aber man darf nicht aufhören zu streben.

Und so kann man auch ein bisschen Einhorn sein: