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Einkommenstransparenz: Forderung nach Verankerung im Gleichbehandlungsgesetz

Der Equal Pay Day am 13. April 2010 hat's wieder einmal gezeigt – Frauen müssten von 01.01.2009 bis zu jenem Tag arbeiten, um auf das gleiche Jahresgehalt 2009 wie Männer zu kommen – das heißt ganze 70 Tage mehr! Daher fordern die SPÖ Frauen endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit und starten eine Unterstützungsliste.


Einkommenstransparenz: Forderung nach Verankerung im Gleichbehandlungsgesetz

Die so genannte "gläserne Decke" ist noch längst nicht durchbrochen: obwohl Frauen noch nie so gut ausgebildet waren wie heute, verdienen sie für die gleiche Arbeit noch immer um 15 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Daher fordern die SPÖ Frauen gleichen Lohn für die gleiche Arbeit – und die Verankerung der Einkommenstransparenz im Gesetz nach schwedischem Modell. Dieses sieht vor, dass alle Unternehmen ab 25 MitarbeiterInnen alle drei Jahre eine Aufstellung der Gehaltsstruktur und Verteilung auf die Geschlechter vorlegen müssen. Wenn's da Unterschiede gibt, müssen ArbeitgebrInnen mit Strafen bis zu 20.000 Euro rechnen.

Nur Platz 103 beim "Gender Gap Report 2009"
Dass in Österreich die Einkommensschere noch äußerst groß ist und die Gleichstellung von Mann und Frau im Beruf noch längst nicht vorhanden ist, zeigte auch der "Gender Gap Report 2009": Österreich belegte bei der Lohngerechtigkeit gerade einmal Platz 103 von 134! Daher fordert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, ein ähnliches Modell wie in Schweden auch in Österreich anzuwenden: Eine gesetzliche Regelung im Gleichbehandlungsgesetz, dass Betriebe mit mehr als 25 ArbeitnehmerInnen verpflichtet werden, in regelmäßigen Abständen Berichte zur Einkommensanalyse auf Betriebsebene zu erstellen.

UnterstützerInnenplattform
Um diese Forderung endlich durchzusetzen und zu bekräftigen, haben die SPÖ Frauen eine UnterstützerInnenplattform eingereichtet. Jene Menschen, die die Forderung von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek nach Verankerung der Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz unterstützen möchten, können dies online auf der SPÖ Frauen-Homepage machen: plattform.frauen.spoe.at

Redaktion: Marlene Altenhofer