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"Ich bin ein Nasenfetischist"

Mit dem Song "Give Me A Sign" trat der 21-jährige Selfmade-Rocker Elija beim Songcontest-Vorentscheid an. Wir baten ihn zum Talk über Stupsnasen, Groupies und das Musik-Business in Österreich.

von

Musik-Newcomer Elija

Mädchenschwarm Elija startet auf der Bühne durch.

© Max Tyler

Lena Meyer-Landrut, Song Contest-Gewinnerin 2010, favorisierte seinen Song, letztendlich wurde der 21-jährige Grazer Elija Zweiter beim Songcontest-Vorentscheid 2013. Mit seiner Single “Give Me a Sign” setzt der Mädchenschwarm nun zum Sprung in die Charts an. Wir trafen ihn zum Interview über Groupies, Stupsnasen und das für einen Selfmade-Rocker (Elija veröffentlicht auf seinem eigenen Label), nicht immer ganz einfache Musik-Biz in Österreich.

WOMAN: Seit wann schreibst du Songs?
Elijah: Eigentlich erst, seit ich zehn war. Davor wollte ich eigentlich von Musik gar nichts wissen. Meine Eltern sagten immer: 'Lern doch a bissel Gitarre, das ist cool, wenn man vorm Lagerfeuer ein Instrument spielen kann.' Zu diesem Zeitpunkt wollte ich aber immer nur Skater werden. Früher oder später hat mich die Musik aber doch gekriegt.

WOMAN: Was macht dich glücklich?
Elija: Musik! Etwas zu schaffen, das am Tag zuvor noch nicht existiert hat und sich das Ganze dann anzuhören – das ist einfach ein saugeiles Gefühl.

WOMAN: Du veröffentlichst auf deinem eigenen Label, was sicher nicht immer ganz einfach ist. Wie wichtig ist dir Geld?
Elija: Nicht so unwichtig, schließlich will ich mein Leben auch leben können. Klar hätte ich gerne ein Haus und ein Porsche, aber so was ist nicht das Wichtigste im Leben. Trotzdem wäre es schön, allein von der Musik leben zu können. Aber das ist schwierig. Dazu kommt, dass Österreich ein kleines Land ist. Die sinkenden CD-Verkaufszahlen machen es auch nicht besser. Für Musiker ist Österreich nicht das beste Pflaster.

WOMAN: Deine Fans sind eher weiblich...
Elija: Naja, Mädels sind prinzipiell euphorischer. Ich habe auch männliche Fans – nur die melden sich eben nicht so häufig über Facebook oder rufen bei Konzerten...

WOMAN: Und auf was achtest du bei Frauen?
Elija: Ich steh´auf schöne Stupsnasen. Ich bin also ein kleiner Nasenfetischist (lacht ). Außerdem finde ich Frauen mit dunklen Haaren sehr schön, aber ich will mich da nicht so festlegen. Natürlich ist man am Anfang etwas oberflächlich, weil man nicht in die Person reinschauen kann. Am Ende zählt aber immer der Charakter. Besonders freut es mich, wenn ich sie zum Lachen bringen kann.

WOMAN: Und was gefällt dir nicht?
Elija: Sidecuts und Undercuts. Diesen Trend versteh´ich nicht! Es gibt Frauen, denen passt so eine Frisur ganz gut. Das sind dann eher die burschikosen Frauen wie Rihanna. Aber wenn deine Haare so schön lang sind und du so ein putziges Mädchengesicht hast, passt das einfach nicht.

WOMAN: Deine Liebe handeln oft von Gefühlen, von Liebe – bist du ein sensibler Mensch?
Elija: Ich bin sehr emotional. Bin ich glücklich, bin ich fast übertrieben fröhlich. Bin ich traurig, dann gleich am Boden zerstört. Einen Mittelweg habe ich noch nicht gefunden. Also ja: Ich bin sensibel. Meine Texte sind auch alle biographisch.

WOMAN: Wie würdest du dich noch beschreiben?
Elija: Als sehr offenen Menschen. Ich habe kein Problem damit, über meine Gefühle zu sprechen. Manche überfordert das vielleicht...