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Elisabeth Auer heiratet Paulus Manker: "Man muss Geheimnisse voreinander haben"

Sie hat ihn gezähmt! Am 25. August geben sich Elisabeth Auer und Paulus Manker das Ja-Wort. Dabei hätte die Journalistin nach 14 Jahren an der Seite des Enfant terrible der Schauspielerei gar nicht mehr damit gerechnet.

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Elisabeth Auer heiratet Paulus Manker: "Man muss Geheimnisse voreinander haben"
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Er hat den Ruf des lauten, polternden Schauspiel-Haudegens - sie den der taffen Journalistin: Seit 2004 sind Paulus Manker, 60, und Elisabeth Auer, 41, ein Paar - im August feiern die beiden große Hochzeit im Zuge seiner 500. Vorstellung von "Alma -Eine Show biz ans Ende". Dass die gebürtige Grazerin (schwierge) Männer handeln kann, hat sie auch beruflich bewiesen. 20 Jahre lang war sie eine der wenigen weiblichen Reporterinnen im österreichischen Sportjournalismus: "Ich war immer die Quotenfrau. Damit habe ich aber kein Problem. Ich musste oft Ellbogentaktik einsetzen." Mittlerweile hat sie neue Aufgaben übernommen und ist bei "schauTV" als Chefin vom Dienst für die redaktionelle Leitung verantwortlich. Ihr Team besteht vorwiegend aus Frauen, Auers persönlichen Wunschkandidatinnen. Kolleginnen zu fördern, ist ihr wichtig. Erst vergangenes Jahr gründete sie mit einer Freundin ein Netzwerk für Frauen, die im Sportjournalismus tätig sind oder Fuß fassen wollen: "Ich finde, wir müssen uns gegenseitig Rückhalt geben. Anders geht 's einfach nicht." Private Unterstützung bekommt die Powerfrau von Paulus Manker. Und das seit 14 Jahren."Wir sind sehr glücklich! Wir genießen gern zusammen, trinken einen guten Wein oder bekochen uns gegenseitig", erzählt sie bei unserem Treffen. Aber nicht nur das Lukullische eint sie, auch die Liebe zu Literatur und Theater. Was die Partnerschaft zwischen der Journalistin und dem Bühnen-Genie ausmacht, wie wichtig Treue ist -und was sie von Mankers oft polarisierenden Sagern hält, lesen Sie hier

Frau Auer, wie oft wurden Sie schon mit der Frage konfrontiert: "Wie halten Sie DEN eigentlich aus?

Auer: Schon öfter. Das ist so lustig! Schauen Sie, Paulus hat sich seinen Ruf sehr erfolgreich und sehr hart erarbeitet. Und jeder nimmt den ungeschaut hin. Wer kennt ihn denn wirklich von den ganzen Menschen, die ihn treffen? Aber gut, ich profitiere ja auch irgendwie davon.

Inwiefern?

Auer: Weil die Angst, die sie vor ihm haben, auch ein bisschen auf mich überschwappt. Auch nicht schlecht. Aber ich muss ihm den Ruf jetzt zunichtemachen, denn Paulus ist ein Herz! Und ein sehr liebenswerter, sensibler und wahnsinnig toller Mensch. Jeder von uns hat gute und schlechte Seiten in sich. Wenn jemand zu Paulus kommt und ihm das Gefühl gibt, ein unberechenbarer Berserker zu sein, der sich nicht benehmen kann -dann macht er genau das. Er spielt eben gern damit.

»Wir sehen uns nicht permanent.«

Wo haben Sie beide einander eigentlich kennengelernt?

Auer: Auf einer Geburtstagsparty von Gertraud Jesserer (Schauspielerin, Anm.) im Restaurant "Fromme Helene". Das Schicksal hat uns zueinandergeführt! Über dem Lokal war unser Büro. Ich war damals für eine Sportlervermittlungsagentur tätig und habe nach der Arbeit unten zu Abend gegessen. Da stand er mit einer Runde an der Bar. Ich habe ihn angesprochen und ihm zu "Alma" gratuliert. Das hat Eindruck hinterlassen!

Offenbar! Und das 14 Jahre lang. Obwohl Herr Manker in einem Interview mit uns meinte, Brutto- und Nettozeit Ihrer Beziehung stimmten wohl nicht ganz überein. Welche Rolle spielt Treue für Sie? Ihr Verlobter sagte dazu: "Dieses Wildern hat sich aufgehört"

Auer: Das hat er gesagt? Das werde ich einrahmen und auf hängen! (lacht) Ich glaube, dass man jedem jede Freiheit geben muss. Und -so what -wir haben uns immer wieder zusammengerauft, weil offenbar mehr da war und unsere Beziehung eine wirkliche Tiefe hat. Je länger man etwas teilt, desto weniger möchte man es kaputtmachen. Mit den Jahren kommt man dann ja auch drauf: Was verletzt den Partner? Man nimmt dann Rücksicht -freiwillig. Paulus Manker meinte außerdem: "Wenn du eine Frau wirklich anbetest und liebevoll behandelst, dann scheißt sie dir auf den Kopf. Wenn du Frauen schlecht behandelst, kommen sie immer wieder angekrochen und wollen mehr.

Wie stehen Sie als seine Partnerin zu so kontroversiellen Aussagen?

Auer: Er weiß halt, wie man Schlagzeilen produziert! Nein, im Ernst: Ich denke, er meint da eher, ob ihn jemand aushält, wenn er schlechte Laune hat. Auch wir haben uns diesbezüglich erst finden müssen. Das war ein langer Prozess. Weil die Angst vor Verletzung und Enttäuschung groß ist. Paulus braucht lange, bis er Vertrauen fasst. Er war auch nie jemand, der sich leichtfertig in eine Beziehung begeben hat. Diese Testphase nimmt er sich schon - das war auch bei mir so. Quasi: Wie viel Ausdauer hat denn diese Frau Auer? Warten wir mal die Hochzeit ab.

Die Hochzeit wird eine große Inszenierung: Elisabeth Auer & Paulus Manker / (c) Matt Observe

Was haben Sie in Ihrer lang jährigen Beziehung über die Liebe erfahren?

Auer: Dass Liebe und Partnerschaft viel mit Arbeit zu tun haben. Was will ich? Was will der andere? Findet man einen Weg, dass es für beide passt? Und: Man muss Geheimnisse voreinander haben. Wir sehen uns zum Beispiel auch nicht permanent. Jetzt gerade, während er probt, sehen wir uns nur ein Mal pro Woche. Das ist total in Ordnung für mich, das brauche ich. Alles andere würde mich erdrücken. Dann freue ich mich auch wieder darauf, wenn es anders ist. Vor dem Permanenten habe ich etwas Angst.

Warum heiraten Sie trotzdem? Eine Ehe ist ja etwas Dauerhaftes.

Auer: Ich sehe es als offizielles Bekenntnis zu jemandem, das ich gern eingehe. Es ist so absurd: Ich wollte immer heiraten, Paulus eigentlich nie. Also hatte ich mich damit abgefunden, dass das nichts mehr wird. Dementsprechend geschockt war ich, als er mir an seinem 60. Geburtstag vor allen Gästen einen Antrag gemacht hat!

Die Feierlichkeiten finden im Rahmen der 500. "Alma"-Aufführung statt...

Auer: Es wird eine große Inszenierung! So wie Paulus alles inszeniert. Selbst eine spontane Grillfeier wird bei ihm zur großen Party. Ich brauche das alles gar nicht so sehr und fürchte mich schon ein bisschen. Aber er ist ja ein hervorragender Regisseur. Deshalb lasse ich mich auch darauf ein. Nach der Zeremonie spielt er dann das erste Mal in der "Alma" als verheirateter Mann den Kokoschka. Und danach machen wir Party! Es wird Bombe.

Thema: Society