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Elite-Frauen: Leben mit dem Superhirn

150 Österreicherinnen gehören zu den intelligentesten Menschen der Welt. Vier davon reden in WOMAN über ihr Leben als Hochbegabte …


Elite-Frauen: Leben mit dem Superhirn
© Veres

Sabrina Balik ist 15, steht auf Heavy Metal, liest gerne Fantasy-Bücher und hat einen Freund. So wie viele andere junge Mädchen auch. Trotzdem ist die bildhübsche Floridsdorfer Informatikschülerin kein gewöhnlicher Teenager. Mit drei brauchte sie niemanden mehr, der ihr Märchen vorlas. Sie tat es selbst. Damals fühlte sie sich von ihren gleichaltrigen Freundinnen unverstanden, weil sie merkte, dass sie „irgendwie anders“ war. Als ein Jahr später am Schulpsychologischen Institut der Stadt Wien ihr Intelligenzquotient getestet wurde, stand fest: Sabrina gehört zu jenen zwei Prozent der Bevölkerung, die über einen IQ von 130 und mehr (der Durchschnitt liegt zwischen 85 und 115) verfügen. Bald darauf wurde sie Mitglied von „Mensa“, einem internationalen Verein (100.000 Mitglieder) für Hochintelligente, der Anfang Oktober seinen 60. Geburtstag feierte. „Dort fühlte ich mich sofort wohl und ernst genommen“, erinnert sich Sabrina, die 2003 zum Wiener „Rechenchampion“ gekürt wurde, an diese aufregende Zeit zurück. Aufregend war das damals alles auch für ihre Mutter Maja, 52, die ebenfalls ihr Leben lang auffällig leicht Dinge erfasst hatte. Die studierte Vermessungsingenieurin: „Ich musste meine Tochter zu den Treffen begleiten. Und weil ich nicht nur als ihre Mutter auftreten wollte, machte ich ebenfalls den Aufnahmetest. Und ich bestand ihn …“

Der Geist von Mensa. Der Verein – in Österreich hat er 500 Mitglieder, davon die Hälfte allein in Wien – hat drei definierte Ziele: Das Entdecken und Fördern menschlicher Intelligenz zum Nutzen der Menschheit. Das Fördern der Forschung über die Natur, die Charakterisierung und den Nutzen der Intelligenz – und dass eine stimulierende und soziale Umgebung für die Mitglieder geschaffen wird. Der Name „Mensa“ (lat. Tisch) steht für einen Verein, in dem Rasse, Farbe, Herkunft, Alter, politische Vorlieben, Bildung oder sozialer Hintergrund ohne Bedeutung sind. „Dass es nur einen 30-prozentigen Frauenanteil gibt, heißt nicht, dass Frauen nicht so gescheit sind wie Männer. Es ist leider so, dass viele Frauen sich einfach mangels Selbstbewusstseins nicht trauen, sich einem Test zu unterziehen“, so Maja Balik. „Ich wünsche mir, dass sich das bald ändert. Es gibt auch Vortests (davon zwei Beispiele nächste Seite ganz ­unten), die man zuhause machen kann. Über die Homepage www.mensa.at können Inter­essenten jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen WOMAN