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Sie war als Anfängerin bei den Olympischen Spielen

Elizabeth Swaney erst mit 25 Skifahren gelernt und bei den Winterspielen 2018 eine arge Rutschpartie auf der Halfpipe hingelegt. Warum war sie dabei?

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Sie war als Anfängerin bei den Olympischen Spielen
© instagram.com/lizswaney

Der amerikanische Traum sieht so aus: Man ist ein kleines Hansl, das nichts hat. Doch durch viel Arbeit, viele Gebete, viel Disziplin und ein Fünkchen Glück, kann man ein großer Fisch werden! Man muss es nur wollen. Nicht nur amerikanischen Filmproduktionen leben von diesem Glauben ans Unmögliche, sondern auch viele Menschen auf der ganzen Welt.

Auch die 33-jährige Elizabeth Swaney hat diesen Traum gelebt, als sie bei den Olympischen Winterspielen 2018 teilnahm. Ihr Sport: Skifreestyle auf der Halfpipe. Ihr Level: Blutige Anfängerin. Ihr glaubt nicht, dass jemand bei einem so großen Sportbewerb mitmacht, der eigentlich den Sport gar nicht beherrscht? Seht selbst:

Normalerweise fahren die SportlerInnen die Rampe in einer blitzartigen Geschwindigkeit hinauf,, vollführen dabei halsbrecherische Tricks, um dann auf die andere Seite zu fahren und noch bessere Tricks zu präsentieren. Gewertet wird die Qualität der Figuren und, ob man fällt oder nicht.

Swaney ist kein einziges Mal gefallen, darauf hatte sie geachtet. Sie hat aber auch keinen einzigen Trick vorgeführt! Trotzdem wurde sie nicht disqualifiziert, sondern kassierte zumindest ein paar Punkte und landete so natürlich auf dem letzten Platz. Doch ihr Ziel war auf keinen Fall eine echte Chance im Bewerb, sondern einfach die Teilnahme bei Olympia.

Die 33-jährige Harvard Absolventin und Silicon-Valley-Arbeiterin hat erst mit 25 Jahren angefangen, überhaupt Ski zu fahren! Doch mittels Crowdfunding und harten Training, erkämpfte sie sich einen Platz in den Olympischen Spielen in Südkorea. Und zwar im ungarischen Team, aufgrund ihrer Großeltern. Das ungarische Fernsehen war zwar nicht sehr über die Leistung der Amerikanerin begeistert, berichtete der ORF, doch Freunde und sogar die Konkurrenz freute sich für sie.

In den sozialen Medien stieß sie auch nicht gerade auf Zustimmung. "Die Olympischen Spiele sind der beste Sportbewerb der Welt, wo nur die besten Sportler antreten. Das ist nicht wie bei einer Schulsportveranstaltung, wo man sagt 'Super, dass ihr dabei wart, ihr seid alle Gewinner!'. Mit ihrer Perfomance hat sie ein schlechtes Licht auf alle anderen Läuferinnen geworfen und hat den gesamten Bewerb in den Dreck gezogen. Sie hat nicht mal ihr Bestes gegeben." , schrieb Instagram-User Tristan_Mueller_ und brachte damit die Gedanken vieler anderer UserInnen auf den Punkt.

Doch die negativen Stimmen halten die 33-jährige nicht davon ab, sich für den nächsten Wettbewerb vorzubereiten. Und außerdem hofft sie, auch andere inspiriert zu haben: "Ich will beweisen, dass man beim Freestyle-Skifahren auch noch später einsteigen kann und, dass man nie seine Träume aus den Augen verlieren soll."

Thema: Fitness