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So offen spricht Ellen Degeneres über den Missbrauch durch ihren Stiefvater

Mit Showmaster-Kollegen David Letterman sprach Ellen Degeneres darüber, wie sie unter dem Missbrauch in ihrer Kindheit gelitten hat.

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ellen degeneres
© 2016 Getty Images

Der legendäre Showmaster David Letterman hat in der aktuellen Folge von "My Next Guest Needs No Introduction" seine Kollegin Ellen Degeneres zu Besuch gehabt. In dem Gespräch kam auch zur Sprache, dass Degeneres in der Jugend von ihrem Stiefvater missbraucht worden sei. Angefangen habe das, als sie 15 war und ihre Mutter mit Brustkrebs diagnostiziert wurde.

"Als meine Mutter nicht zuhause war, sagte er, dass er einen Knoten in ihrer Brust gefühlt hatte, weshalb er auch meine Brust fühlen wollte" , so Degeneres. Sie habe das dann einige Male zugelassen, doch der Stiefvater sei immer fordernder geworden: "Einmal wollte er so dringend in mein Zimmer, dass ich durchs Fenster geflüchtet bin. Ich verbrachte die Nacht im Krankenhaus."

Ihrer Mutter hätte sie aber erst einige Jahre eingeweiht, doch die hätte ihr nicht geglaubt. Mutter und Stiefvater verbrachten 18 weitere Jahre miteinander und trennten sich erst, "nachdem er seine Geschichten zu oft verändert hatte", so die Talkmasterin. Ihr Stiefvater starb 1997.

Degeneres spricht nicht zum ersten Mal über das Erlebte. Schon 2005 hatte sie es in einem Interview mit Allure erwähnt und Ende 2018 kamen ihr in einem Gespräch mit Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie die Tränen: "Mich ärgert das immer so, wenn es heißt: 'Warum kann sich das Opfer nicht an den genauen Tag erinnern, an dem es passiert ist?' Denn als Opfer von Missbrauch weiß ich, dass man sich an so was nicht erinnert. Man erinnert sich daran, was passiert ist, wo man war und wie man sich dabei gefühlt hat."

"Frauen und Mädchen sollen für sich einstehen!"

Mit ihren Schilderungen will sie andere Frauen motivieren, auch offen über Erlebtes zu reden: "Ich bin wütend auf mich selbst, weil zu schwach war, mich gegen ihn zu wehren. Es ist eine wirklich schlimme Geschichte und der einzige Grund, warum ich so ins Detail gehe ist, weil ich will, dass andere Frauen und Mädchen für sich einstehen."

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