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Emma Watsons glühende Rede für Gleichberechtigung

Video: Schauspielerin Emma Watson berührt und begeistert mit ihren Worten zum Feminismus im Rahmen der "HeForShe"-Kampagne der Vereinten Nationen.

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Emma Watson und Ban Ki-moon

Emma Watson und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

© Carlo Allegri/ Reuters

Personen, die im Rampenlicht stehen, haben oftmals auch Vorbildwirkung. Und daher ist es umso erfreulicher, dass Stars wie Beyonce oder nun Emma Watson sich dezidiert für Feminismus aussprechen.

Denn der Begriff wird bedauerlicherweiser immer mehr mit Männerhass gleichgesetzt, dabei setzt sich Feminismus per Definition für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein - gleiche Rechte und Möglichkeiten für Männer UND Frauen. Fälschlich interpretieren dies leider auch andere Prominente, wie etwa Taylor Swift auf die Frage, ob sie Feministin sei: "Ich denke nicht wirklich in Schubladen wie "Burschen gegen Mädchen"'. Ich wurde von Eltern erzogen, die mir beibrachten, wenn du so hart arbeitest wie ein Mann, kannst du es im Leben weit bringen."
Oder Lady Gaga: "Ich bin keine Feministin. Ich bete Männer an, ich liebe Männer, ich zelebriere die amerikanische Männer-Kultur - Bier, Bars und große Autos." sowie Katy Perry:
"Ich bin keine Feministin. Aber ich glaube an die Stärke von Frauen."

Dass Feminismus kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander und Füreinander ist und sein soll, beweist nun Harry Potter-Darstellerin Emma Watson in einer bewegenden Rede im U.N.-Hauptquartier in New York.

»Ich denke, es ist richtig, dass ich das Gleiche bezahlt bekomme, wie meine männlichen Kollegen. Ich denke, es ist richtig, dass ich selbst über meinen Körper entscheiden kann. Ich denke, es ist richtig, dass Frauen in die Politik und die Entscheidungen involviert sind, die mein Leben betreffen. Ich denke, es ist richtig, dass mir der gleiche Respekt entgegen gebracht wird wie Männern.«

Darin fragt sich die junge Darstellerin unter anderen, warum Feminismus so unpopulär geworden ist und warum dieser als zu stark, zu aggressiv, isolierend und männerhassend verstanden wird. Dabei ist die Idee dahinter eine verbindende und faire - gleiche Rechte für alle. Und deswegen lädt sie alle Männer ein mit zu machen, denn Gleichberechtigung betrifft uns alle.
Gleichsam wie Geschlechterstereotypen: Denn zahlreiche Charaktereigenschaften werden als "unmännlich" klassifiziert und lächerlich gemacht. Also streben viele Männer dessen Gegenteil an, geben sich aggressiv und kontrollierend und drängen somit andere in die Opferrolle.

Emma Watsons Auftritt sowie ihre komplette Rede siehst du im folgenden Video:

»Wenn nicht ich, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann?«

Mit ihren leidenschaftlichen Worten startetet sie die “HeForShe”-Kampagne der Vereinten Nationen, die auch Männer und Buben dazu bewegen möchte sich gegen Ungerechtigkeiten aufgrund des Geschlechts weltweit einzusetzen. Angefangen von belächelten Klischees, Benachteiligungen im Job bis hin zu gewalttätigen oder sexuellen Übergriffen.