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"ICH bin mit mir zam": Warum Emma Watson nicht traurig übers Single-Dasein ist

Wenn selbst eine so bekannte Schauspielerin wie Emma Watson das Gefühl hat, mit knapp 30 nicht gut genug zu sein, dann wird es Zeit, gemeinsam gegen den gesellschaftlichen Druck zu kämpfen.

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"ICH bin mit mir zam": Warum Emma Watson nicht traurig übers Single-Dasein ist
© 2017 Getty Images

"Ich bin Single & sooooooo happy!" Wie viele von euch (Singles) erschaudern bei diesem Satz? Ihr seid nicht allein! Denn mit der erzwungenen Glückseligkeit können dann doch nicht alle was anfangen. Was, wenn ich nicht jeden Tag erfreut über mein Sololeben bin? Bin ich dann ein schlechtes Vorbild für alle Singles da draußen? Und die viel wichtigere Frage: Muss ich immer total glücklich sein, um mein Leben für andere zu validieren?

Viele von euch werden jetzt mit "Nein!" antworten und Emma Watson sieht das genauso. Die 29-jährige Schauspielerin sprach in einem Interview mit der Vogue ganz offen über ihre Angst vorm 30-Werden und über ihre Gedanken bezüglich dem Single-Dasein. "Ich hatte all diese Vorstellungen, wie mein Leben mit 30 aussehen würde. Und Cut! Jetzt ist es soweit und ich fühle mich nur noch gestresst und aufgeregt." , so Watson.

"Wenn du mit 30 noch kein eigenes Haus hat, keinen Ehemann, kein Baby und deine Karriere noch nicht den stabilsten Punkt erreicht hat... dann spürst du einfach den gesellschaftlichen Druck."

Mit Neutralität gegen den gesellschaftlichen Zwang

Diesen Druck will Watson für sich ablegen. Und obwohl sie nicht an das "Happypeppi-Single-Dasein" glaubt, ist sie zufrieden mit ihrem Leben: "Ich bin sehr glücklich mit mir selbst - ich nenne es 'mit mir selbst zusammen sein.'" Diese "self-partnered"-Bewegung hat die Schauspielerin nicht erfunden, sie ist in den letzten Jahren ganz natürlich erstanden.

Ganz ähnlich ist es mit der Abspaltung der Body-Neutrality- von der Body-Positivity-Bewegung. Denn anstatt krampfhaft jeden Winkel des eigenen Körpers lieben zu müssen, ist es viel angenehmer, sich einfach zu akzeptieren wie man ist. Das geht nämlich ohne viel Liebe, aber auch ohne Hass. Einfach neutral! Und eben darauf will Watson hinaus: Es ist nicht immer leicht Single zu sein, weshalb man die Situation auch nicht immer lieben muss. Aber das bedeutet auch nicht, dass man unglücklich ist. Man akzeptiert einfach, dass man zurzeit keinen Partner oder Partnerin hat und versucht, das Leben unter den gegebenen Umständen so schön wie möglich zu gestalten.

Und wer es schafft, sich selbst wertzuschätzen, dem wird es auch viel leichter fallen, im richtigen Moment "Ja!" zu einer Beziehung zu sagen.