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Endlich schlank mit einer neuen (funktionierenden!) FDH-Diät

Abwechselnd essen und fasten: Eine neue FDH-Diät lässt Kilos purzeln. Sie spart Geld und bringt Energie! Wir sprachen mit Experten und fünf Leserinnen über ihre Erfahrungen.

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Endlich schlank mit einer neuen (funktionierenden!) FDH-Diät
© Thinkstock

Einen Tag essen, was man will, einen Tag fasten, einen Tag essen... Wie klingt das für Sie? In den Ohren der stetig wachsenden Anhängerschaft der sogenannten 10in2-Diät auf jeden Fall wie Musik. Sprich: Am Tag (1) wird wie gewohnt gegessen, am nächsten Tag (0) keine feste Nahrung zugeführt. Beides geschieht innerhalb von zwei Tagen, deswegen 10in2. Erfinder des Ernährungskonzepts ist niemand Geringerer als Dr. Bernhard Ludwig, Psychologe und Kabarettist („Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“). Vor fünf Jahren machte er den launigen Diät-Vorschlag in einem seiner Programme – „ich dachte mir, theoretisch müsste das Prinzip funktionieren“ –, vorerst ohne es selbst auszuprobieren.

Anders einige seiner Zuschauer: Sie machten sogleich die Probe aufs Exempel. Auf Facebook gibt’s inzwischen eine eigene 10in2-Community. Keine Frage, dass auch der Initiator heute längst auf den Geschmack seiner eigenen Idee gekommen ist. „Ich habe mit dem Konzept zwanzig Kilo abgenommen“, freut sich Ludwig. „Ich genieße nach wie vor jede Mahlzeit und esse, bis ich angenehm satt bin.“

Die Erfolgsdiät ist auch im Berufsleben leicht umsetzbar, entschlackt den Körper, spart Geld und bewirkt ein jüngeres Aussehen. Schließlich ist sie eine Art erweitertes „Dinner-Cancelling“ – vor allem aber: „Sie gibt uns die Freiheit, zu essen, was wir wollen“, so Ludwig. Am Tag o darf man dafür nur Flüssiges zu sich nehmen, sei es Wasser, Gemüsebrühe oder auch Wein und Kaffee in Maßen.

Ludwigs Ernährungsmethode basiert auf dem intermittierenden Fasten (Nahrungsverzicht mit Unterbrechungen), einer Diätform, bei der im konstanten Rhythmus zwischen Nahrungsaufnahme und Fasten gewechselt wird.

„Die Überwindung, einen Tag zu fasten, beginnt im Kopf“, erklärt Karin Wunderer, 51, eine, die es ausprobiert hat. „Unser Körper hat ausreichend Reserven und wird nicht verhungern. Am Tag null trinke ich sehr viel Wasser und mache mit meinem Hund lange Spaziergänge in der freien Natur, so tankt mein Körper neue Lebenskraft. Ich habe mich sehr schnell an diesen Rhythmus gewöhnt und esse am Tag eins viel bewusster und dankbarer.“

Die Erfolgsquote der Diätmethode ist extrem hoch, wie man auf Facebook nachlesen kann. Doch aller Anfang ist schwer, und nicht jeder kann sich vorstellen, einen Tag ganz auf Essen zu verzichten. Zlata Ivanova weiß das. „Meinen ersten Nuller-Tag habe ich mit einer Tasse Chai-Tee mit Milch und Honig begonnen“, erinnert sie sich. „Das entspannt und wärmt den Magen. Die Angst, nicht durchzuhalten, war zwar präsent, aber meine Kollegen in der Arbeit haben mir viel Mut zugesprochen. Doch dann war ein Tag Fasten einfacher als gedacht. Abends war ich voller Energie und freute mich auf das geplante ausgiebige Frühstück. Etwas enttäuscht war ich, als der Hunger am nächsten Tag gar nicht so groß war.“ Dieses Phänomen ist allerdings leicht erklärbar: Wird der Magen länger nicht gefüllt, schrumpft er, und der Hunger verringert sich automatisch. Ein wunderbarer Effekt für die Gewichtsreduktion! Dem kann sich auch die bekannte Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ingrid Kiefer durchaus anschließen. „Ich habe bisher schon immer wieder sogenannte Schalttage, also einen Fastentag pro Woche, empfohlen. Das ist jetzt einfach eine noch konstantere Durchführung. Fasten beginnt mit der richtigen Einstellung, denn Fasten ist nicht gleichzusetzen mit Hungern. Wenn ich mir vorstelle, ich muss hungern, ist das mit einem Anstieg der Stresshormone verbunden. Beim freiwilligen Verzicht auf Nahrung wird der Serotoninspiegel mobilisiert, und man fühlt sich wohl.“ Beginnt man den Tag null also mit einer positiven Grundeinstellung, verschwindet das Bedürfnis nach regelmäßiger Nahrungszufuhr von selbst, so Kiefer. Gesundheitscheck. Beim Fasten ist der Körper nach zwölf Stunden gezwungen, auf körpereigene Reserven zurückzugreifen. Der Zuckerspeicher wird entleert und das Fettdepot verbraucht. Leider werden dabei auch Proteine abgebaut. „Selbst bei einer kurzen Fastenphase verliert der Körper neben Fett auch Muskeln. Deswegen sollte man am Tag null nicht auf Eiweiß verzichten. Ein Glas Buttermilch zum Beispiel wäre ausreichend, um dem Körper die notwendigen Proteine zuzuführen“, rät Dr. Kiefer. Im Vergleich zu mehrtägigen Fastenkuren strapaziert der Tag null weder Körper noch kognitive Leistungsfähigkeit. Aus diesem Grund ist 10in2 im beruflichen Alltag gut umsetzbar. „Intermittierendes Fasten ist ein Weg, die Ernährung umzustellen und Gewicht zu reduzieren. Eine vorherige Absprache mit einem Arzt ist aber dringend notwendig!“, warnt Dr. Kiefer. Der Tag null lädt auch zur moderaten körperlichen Betätigung ein. Spaziergänge, gemütliches Fahrradfahren oder Yoga sind am Fastentag sehr zu empfehlen. „Tag null nehme ich zur Reinigung von Körper und Geist. Nach dem Job gehe ich ins Yoga-Center und entspanne mich. Ich bin heute viel geduldiger und bedachter,“ so Zlata Ivanova. Am Tag eins darf man wie gewohnt essen. Natürlich wäre es nun kontraproduktiv, unüberlegt die doppelte Menge zu verschlingen. Aber es ist alles erlaubt, worauf man Lust hat. Auch mal ein Stück Torte oder Schokolade. „Früher habe ich gegessen, was greifbar war“, berichtet WOMAN-Leserin Aurora Guzbeth „Seit ich mich nach dem 10in2-Konzept ernähre, verlangt mein Körper nach mehr frischem Gemüse und Vitaminen. Ich esse bewusster, und mein Geschmackssinn hat sich sensibilisiert. Ich habe gelernt, wieder auf die Botschaft meines Körpers zu achten!“ Das Ernährungsmuster der neuen FDH-Diät kommt dem unserer Vorfahren aus der Steinzeit entgegen. „Unser genetisches Programm ist darauf ausgerichtet, wenig und an manchen Tagen sogar gar nichts zu essen“, erklärt DDr. Johannes Huber, Gynäkologe und Anti-Aging-Spezialist. „Der Mensch war Jäger und Sammler. Nahrung war nicht regelmäßig verfügbar.“ Anti-Aging. Neben der Gewichtsreduktion ist die Jungbrunnen-Wirkung ein schöner Nebeneffekt von 10in2. Unsere LeserInnen bestätigen die Wirkung: „Meine Frau Marlies lebt seit 17 Monaten nach 10in2, und sie sieht um 10 Jahre jünger aus!“, macht Bernhard Ludwig ihr Komplimente. Und auch Leserin Gaby Brunner bestätigt: „Nach einem Monat 10in2 wurden meine Augen viel klarer, meine Silhouette hat sich definiert, und ich sehe jünger aus. Ich mag mich wieder so, wie ich bin.“
Thema: Diät