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Endometriose verringert die Chance auf Wunschkind um ein Viertel

Der März steht heuer ganz im Zeichen der Endometriose: Denn eine aktuelle Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der immer noch so unbekannten Krankheit und einem unerfüllten Kinderwunsch. Zudem hat Endometriose, abhängig vom Stadium der Erkrankung, Einfluss auf den Erfolg einer Fruchtbarkeitsbehandlung.

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Endometriose verringert die Chance auf Wunschkind um ein Viertel
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Dein Kinderwunsch will und will sich nicht erfüllen? Trotz diverser Versuche werdet ihr einfach nicht schwanger? Dann leidest du vielleicht auch unter Endometriose wie 6 -10 Prozent aller Frauen.

„Endometriose zählt zu den häufigsten Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch, da es dadurch zu Eierstockzysten, Verwachsungen oder sogar zum Verschluss der Eileiter kommen kann. Dies kann das Eintreten einer Schwangerschaft verhindern. Die konkrete Diagnose kann nur eine Laparoskopie und das Entnehmen einer Probe bringen. Oft ist eine Operation zur Behandlung notwendig, als Alternative werden die Antibabypille oder Präparate, die das Hormon Progesteron enthalten, empfohlen“ erklärt Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

Bis zur Hälfte der unfruchtbaren Frauen leiden unter Endometriose

Die Krankheit ist bereits bekannt dafür, die Fruchtbarkeit zu reduzieren. 20 bis 50 Prozent der Frauen, die aufgrund eines bisher unerfüllten Kinderwunsches eine Fertilitätsbehandlung erhalten, werden damit diagnostiziert. Forscher und Forscherinnen fanden nun heraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft aufgrund der Krankheit abnimmt. Die Chance auf eine Geburt verringert sich hier – je nach Schwere der Erkrankung – um mindestens 24 Prozent.

Unerfüllter Kinderwunsch?

Zudem zeigt eine aktuelle Studie, dass die Auswirkungen von Endometriose die Geburtsrate bei Frauen im ersten In-vitro-Fertilisation-Zyklus im Rahmen einer künstlichen Befruchtung negativ beeinflusst.

Dazu wurden in einer Zeitspanne von 14 Jahren mehr als 500 Frauen, die von der Krankheit betroffen sind, und mehr als 700 Frauen mit eingeschränkter Fertilität untersucht. Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen bei Frauen, die zwischen der Pubertät und der Menopause auftritt. Dabei finden sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dies kann zu enormen Schmerzen und der Zerstörung von Gewebe führen.

Symptome rechtzeitig erkennen und behandeln

In den meisten Fällen wird Endometriose erst nach Jahren des Leidens richtig diagnostiziert. Beschwerden wie extrem starke Menstruationsbeschwerden, Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs, Urinierens oder Stuhlgangs sowie erhöhte Infektanfälligkeit werden häufig nicht in Verbindung mit Endometriose gebracht. Daher sollten Beschwerden im Unterleib immer ernst genommen und der Ursache auf den Grund gegangen werden.

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