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England plant ein Energydrink-Verbot für Minderjährige

Britische Kinder und Jugendlich liegen im europäischen Spitzenfeld, was den Konsum von Energydrinks anbelangt. Nun wird ein Verbot erlassen.

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England plant ein Energydrink-Verbot für Minderjährige
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Dass Energydrinks aufgrund ihres Zucker- und Koffeingehalts kein geeignetes Getränk für Kinder und Jugendliche sind, sagt uns bereits der gute alte Hausverstand. Allerdings sind die aufputschenden Zuckerbomben für Minderjährige ohne weiteres im Supermarkt erhältlich. In England soll sich das nun ändern: Schon bald soll ein Verbot für den Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendlich unter dem 16. bzw. 18. Lebensjahr in Kraft getreten. Über das verpflichtende Mindestalter wird noch debattiert. Im Zuge des Childhood Obesity Plan plant Premierministerin Theresa May, das Übergewicht bei Kindern deutlich zu verringern – bis 2030 soll es halbiert werden. May beschreibt Übergewicht bei Kindern aktuell als "eine der größten Herausforderungen für das englische Gesundheitswesen".

Britische Supermärkte haben Verbot bereits eingeführt

Einige britische Supermärkte haben das Verbot für Energydrinks für unter 16-Jährige bereits eingeführt – allerdings auf freiwilliger Basis. Untersuchungen an britischen Schulen ergaben, dass sich der Konsum von Energydrinks negativ auf die Leistungen der Kinder auswirkt. Außerdem kann der übermäßige Zucker- und Koffeinkonsum zu Karies, Kopfschmerzen, Schlafproblemen, Diabetes und Hyperaktivität führen. Besonders problematisch: Laut einer Studie sind Großbritanniens Kids Spitzenreiter, was den Konsum von Energydrinks anbelangt. Sie konsumieren fast um die Hälfte mehr als Kinder und Jugendliche anderer europäischer Länder. Das Verbot wird vorerst nur England betreffen. Schottland, Nordirland und Wales können selbst festlegen, ob sie ein Verbot erlassen.