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Die Geburt eines Carrés von Hermès

Seit 1937 steht das Seidentuch von Hermès für Luxus und Eleganz. Die Queen trägt es als Kopftuch, die Hipster-Mädels am Henkel der neuesten it-Bag, die Pariserin zum schwarzen Businessoutfit. Obwohl es vom Entwurf bis zum fertigen Carré volle zwei Jahre dauert, durften wir uns den aufwändigen Prozess in einem Tag ansehen. Die Hardfacts zum beliebten Sammlerstück.

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Hermès

WOMAN-Redakteurin Barbara Beltram zu Besuch bei Hermès.

© Hermès

Es braucht ungefähr 300 Seidenkokons (ca. 450 Kilometer Faden) für ein 90 x 90 cm großes Seidentuch. Hermès verwendet ausschließlich die Kokons der brasilianischen Maulbeerseide (Bombyx Mori-Schmetterling). Sie gilt als die hochwertigste Seide mit einem extrem feinen und gleichmäßigen Faden. Der Faden der Kokons (Rohmaterial) wird in Frankreich weiterverarbeitet. Alle Prozesse der Herstellung finden ausschließlich in Lyon statt.

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Die analoge Zeichnung internationaler Künstler wird von einem Graveur Strich für Strich am Computer nachgezeichnet und digitalisiert. In dem Fall des „Parures de Samouraïs“-Tuches brauchte die Künstlerin Aline Honoré ein Jahr für die Fertigstellung des gezeichneten Designs und digitale „Reinzeichnung“ (hier im Bild) nochmal genauso lange!

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Für jede Farbe wird ein eigener Siebdruckrahmen hergestellt, das können pro Tuch bis zu 43 Stück sein! Der Siebdruckrahmen ist ein stählerner Rahmen, in den in quadratischer Form eine sehr dünne Tergal-Haut gespannt wird. Diese Grundlage wird mit einer Zellulose-Schicht beschichtet, die im Kontakt mit einer Druckfarbe aufgelöst wird. Ähnlich wie bei der Entwicklung eines Foto-Negativs. Der Siebdruckrahmen muss von einwandfreier Qualität sein, damit der Druck in der erforderlichen Präzision möglich wird.

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Von jedem Design kreieren eigene Coloristen verschiedenste Farbvarianten - je nach der gängigen Mode und der Message des Tuches. Zur Inspiration dienen Moodboards. Die ersten Andruckmuster werden Farbe für Farbe besprochen, oft verändert, so dass bisweilen bis zu 50 Andrucke für ein Farbmotiv notwendig sind. Von einem Tuch gehen immer genau sechs Farbvarianten in Produktion!

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Die weißen Seidenballen werden auf Tischen in einer Länge von etwa 150 Metern ausgerollt. Für jede Farbe fährt die Maschine mit dem jeweiligen Druckrahmen über die Seide. Etwa jeden Meter stoppt die Maschine mit einer Präzision von einem Zehntel eines Millimeters. Danach wird das Carré für den perfekten Glanz und eine weiche Haptik in vier weiteren Schritten behandelt.

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Die Ränder jedes Tuches werden in 40-minütiger Handarbeit rolliert und vernäht. Viele der Mitarbeiter sind schon seit mehr als 30 Jahren in dem Unternehmen beschäftigt. Es herrscht eine sehr freundschaftliche Atmosphäre!

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Darauf folgt die strenge Qualitätskontrolle. Jeder auch nur mikroskopisch kleine, mit dem Auge kaum sichtbare Fehler macht aus einem Tuch ein „zweite Wahl“-Stück. Nur perfekte Ware verlässt die Fabrik.

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Im Eingangsbereich der Hermès-Fabrik hängt ein Tuch, das passenderweise seine eigene Produktion zeigt: das „La Maison des Carrés“.

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FACTORY-TOUR. WOMAN Trend-Ressortchefin Barbara Beltram mit Jonak-PR Lady Daniela Nestelberger in der Hermès-Produktionsstätte in Lyon.

Psst: Glückliche Besitzerinnen eines Hermès-Carrés, können dieses im Rahmen von Hermèsmatic ab sofort in Wien kostenlos in eine neue Farbe tauchen.
Infos: HermèsMatic Pop-Up Store in Wien
Wann? 8. bis 18. November 2017, täglich von 11:30 bis 19:30 Uhr geöffnet (außer sonntags)
Wo? Jasomirgottstraße 4, 1010 Wien

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Thema: Accessoires

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